Towandas Jahresrückblick
Ach ja, Jahresrückblicke find ich gut. Auch diese zuckerbegußten, mit dramatischer Sprecherstimme vorgetragenen Rückblicke im Fernsehen, bei denen man bei Katastrophe XY immer sagt “Och, ist das schon so lang her?” oder “Ach, das war ja auch…” — auch die mag ich gern.
Am Ende des Jahres nochmal zurücksehen und sich überlegen, was eigentlich alles in dieser Wundertüte drin war, und ob es gut war oder schlecht, das ist genau mein Ding. Und darum tu ich das jetzt.
Bisher habe ich meine Rückblicke immer nach Monaten sortiert. Diesmal mach ich es anders: Mir fallen nur Themen ein, und ich bin zu faul mir zu überlegen, in welchem Monat das war.
Bau:
Leck mich am Arsch, ich hätt’s ja nicht geglaubt — aber wir haben tatsächlich wieder eine bewohnbare Bude. Und eigentlich sogar eine recht schöne, wie ich finde.
Sicher, da gibt es noch die eine oder andere Kleinigkeit, wie etwa den zusätzlichen Küchenschrank, den wir noch nicht angeschafft haben (und die noch nicht angebrachte Leiste für die Badezimmerdecke, die uns seit Monaten ganz scheel aus dem Flur anlugt, ts…).
Aber im Großen und Ganzen ist alles toll und prima: Wir wohnen, und die ganze Mühe ist schon fast wieder vergessen.
Da ist nur noch der unverputzte Sockel außen. Und die Renovierung des Hausflurs. Scheint, als würde auch 2007 nicht ohne Werkzeug in der Hand vorbeigehen wollen.
Und natürlich die Baurückzahlung. Über die sprechen wir 2016 nochmal, wenn hier die dicke “Endlich-schuldenfrei!”-Party steigt.
Gesundheit:
Bandscheibenvorfall, diagnostiziert Anfang Oktober. Häßlich. Und böser Zusammenprall mit der konventionellen, kassenbezahlten Medizin.
Aber Osteopathie rockt.
Job:
Letztes Jahr um diese Zeit habe ich gegrummelt: Ich hatte zwar wunderbare Kollegen, aber einen Job, dessen Inhalte mich nicht glücklich machten. Im Februar, kurz vor meinem Geburtstag, hatte ich den Mut, mich auf etwas Neues zu bewerben, von dem ich mir mehr versprochen habe als von meinem damaligen Job. Auch, wenn es erst mal nur eine Schwangerschaftsvertretung für ein Jahr sein sollte.
Seit Ende März arbeite ich nun dort, und nach einem Dreivierteljahr habe ich auch die Punkte gesehen, wo nicht alles Sonnenschein und heitatei ist. Aber ich kann von Herzen sagen: Da fühle ich mich wohl, und da will ich bleiben.
Definitiv mein Wunsch für 2007.
Rondra:
Neben meiner Entscheidung für den Jobwechsel war das die beste Entscheidung dieses Jahres. Ich bin vernarrt in diesen Hund, und ich ärgere mir den Arsch ab, daß ich 30 Jahre ohne Hund gelebt habe.
Apropos Arsch ab: Wegen diesem als Labrador getarntem Wildschwein hänge ich nun zwischen zwei Jeansgrößen. Und das nach nur fünf Monaten mit Hund. Es scheint, als stünde für die Frühjahrskollektion im Hause Towanda Größe 40 an.
Urlaub:
Der fiel dieses Jahr bisher aus: Durch meinen abrupten Jobwechsel habe ich zwei Wochen Jahresurlaub über die Werre springen lassen und mit Überstundenschinden gerade mal so 3 Wochen Welpenurlaub zu Hause machen können.
Über Weihnachten und Silvester fahre ich aber mit Mann und Hund zu meinen Eltern. Da dies die erste Reise für die kleine schwarze Madame ist, wird das wohl aufregend genug.
Im nächsten Jahr muß ich aber mal wieder an die Nordsee, sonst werd ich rappelig.
Pläne für 2007:
- An die Nordsee fahren
- Aus dem kleinen schwarzen Hund den wohlerzogensten Labrador der Welt machen
- Weiter im besten Job arbeiten, den ich bisher hatte
- Mit dem besten Mann wo gibt ein Jahr älter und glücklicher zu werden
Doch, es war ein gutes Jahr…