Rezept (ganz ohne Halbzeit): Gefüllte Minibrötchen
Es verhält sich in meinem Leben so wie in dem der meisten Leute, die einen geregelten Vollzeitjob haben: Am Wochenende hat man Zeit. Daher gibt es meist am Wochenende aufwendigere Gerichte, derzeit zum Beispiel Spargel.
Hat der Mensch Spargel, so hat er danach auch Spargelschalen. Daraus baue ich eine Spargelcremesuppe. Zeitlich bedingt natürlich ebenso am Wochenende.
Nun passen zur Spargelcremesuppe Brötchen total gut, derer ich aber am Wochenende nicht habhaft werden kann. Dafür hab ich Zeit — also mache ich Brötchen selbst.
Neulich habe ich mal ein wenig experimentiert, und das Ergebnis war nicht mal schlecht. Als Halbzeitrezept ist es jedoch definitiv untauglich: Zubereitungszeit inclusive Backzeit gut anderthalb Stunden.
Aber mir kam schon die Idee, eine Fußballhasser-Rezepte-Rubrik zu machen: Alles, was man in der Zeit eines Fußballspiels in der Küche herstellen kann… Ich denk da noch drüber nach.
Einstweilen für euch dieses:
Gefüllte Minibrötchen
Aus 250 g Mehl (Typ 550 ist fein für sowas), 125 ml warmen Wasser, einem halben Päckchen Trockenhefe, einem halben Teelöffel Salz und 40 g Öl oder Butter einen Teig kneten, der sich locker von den Fingern löst. Falls nicht, etwas mehr Mehl zugeben.
Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.
Währenddessen 100g kräftigen Käse fein reiben, mit einer fein geschnittenen Zwiebel und 2-3 Teelöffeln gehackter Petersilie vermischen.
Den Teig auf einer bemehlten Oberfläche etwa einen Zentimeter dick ausrollen. In Quadrate von 7-8 Zentimeter Kantenlänge schneiden.
Auf jedes Quadrat in die Mitte einen Eßlöffel Käsemasse geben. Die Ecken überschlagen und zudrücken, so daß der Käse nicht mehr heraus kann.
Jedes Brötchen noch einmal rund rollen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Oberfläche 2-3 Mal mit dem Messer einschneiden und die Brötchen mit zerschlagenem Eigelb bestreichen.
Bei 200°C rund 20 Minuten backen, bis die Brötchen goldgelb sind. Wenn Käse aus den Brötchen läuft, ist das nicht schlimm: Der backt krustig an und ist später besonders lecker.
Vor dem Servieren gut abkühlen lassen.
Zur Spargelsuppe waren die prima. Und vielleicht mach ich die auch für unser kleines WM-Studio am Mittwoch abend…