Towandas Turbulenzen

Bau, Macs und der ganze Rest


Hotlinewahnsinn

Kategorie: internet — towanda am Sonntag, 25. Juni 2006

Zu viel ist man ja bei der Hitze nicht fähig, aber für einen Linktipp reicht’s grade noch:

dairyinsanity: Der tägliche Wahnsinn an der Hotline — Ein Blog für Kunden, Angestellte und Chefs von Call Centern.

Als ich mich da heute so durchlas und wunderte, wie seltsam manche Callcenter-Kunden so sind, fiel mir ein, daß ich das neulich umgekehrt erlebt hatte. Nämlich in Form einer sehr verpeilten Callcenter-Agentin: Callcenteragentin (CCA): Guten Tag, mein Name ist $nachname von $unsertelephonanbieter. Kann ich Herrn $nachnamevonbMwg sprechen? Towanda (T): Der ist leider gerade außer Haus. Aber vielleicht kann ich Ihnen weiterhelfen? Ich bin die Lebensgefährtin und kenne mich da auch etwas aus. CCA: Ja… Ich wollte Ihnen gern anbieten, Sie auf $bestimmterdsl-tarif umzustellen.

Nun war ich leicht verwundert, da ich eigentlich dachte, wir hätten diesen Tarif bereits. Ich wollte mir aber im Leben nicht die Blöße geben, nun doch nicht so genau über unseren Anschluß Bescheid zu wissen. Daher bat ich die Dame erst mal, mir zu erzählen, was genau der Unterschied zu unserem alten Tarif sei, besonders im Hinblick auf die Kosten (man kennt das ja).

Während ich eine ausschweifende Erklärung der Dame erwartete, wollte ich mich auf die Suche nach unseren Unterlagen begeben.

So war zumindest der Plan. Doch von der anderen Seite der Leitung kam… Nichts.

T: Hallo…? CCA: Tja… ich sehe, sie nutzen ja bereits $bestimmter_dsl-tarif. T: Dann brauchen Sie uns ja gar nicht umzustellen. CCA: Und ISDN nutzen Sie ja auch von uns. T: Na, dann würde ich Sie einfach bitten, gar nichts umzustellen. Denn wir sind mit diesen Produkten bis jetzt sehr zufrieden.

Der CCA merkte man durch eine weitere Pause an, daß ihre nächste Frage die Frage nach unserer Zufriedenheit gewesen wäre. Denn wenn man als CCA schon nichts bezweckt, kann man wenigstens eine Qualitätsbefragung machen.

Ich erlöste die Dame dann, indem ich mich freundlich für Ihren Anruf bedankte ihr noch einen schönen Tag wünschte.

Als nächste Aktion hat sie vermutlich den Arsch verflucht, der ihr den Adressenpool zusammengestellt hat…

4 Comments »

Kommentar von Ilona (Lonari):

Da kann man nur noch sagen: Vielen Dank für das Gespräch. Mich hat mal eine Meinungsforschungstante angerufen, die dringend Herrn Ilona R. fragen wollte, welche Aftershave-Marke Herr Ilona R. benutzt. Sie wollte sich partout nicht davon überzeugen lassen, dass ich aber Frau Ilona R. bin und nicht im Traum daran denke, mich täglich mit Männer-Aftershave einzuparfümieren. Das Gespräch hat ganze 10 Minuten gedauert, bis sie es endlich kapiert hatte. Als ob mein Vorname so männlich klingen würde!

26.06.2006 um 15:02 |

Kommentar von towanda:

Hihi… So kann die Leitung trotz Headset und schnurlosem Telephon sehr lang sein!

28.06.2006 um 22:29 |

Kommentar von CallCenterAgent:

Zuerst mal: Danke für die Verlinkung… und zweitens: Inbound und Outbound sind wie Himmel und Hölle. Im Outbound wird wirklich *jeder* erstmal eingestellt, hauptsache Sie oder Er macht genug Verkäufe. Im Inbound wird dann doch mehr auf Kompetenz geachtet…

29.06.2006 um 01:54 |

Kommentar von towanda:

Klar, ich hatte ja auch schon mit sehr kompetenten Hotlines zu tun. Und meistens sind die, die was verkaufen wollen, die Luschen inkompetenteren und nervigeren.
Aber diese Dame fand ich einfach nur putzig…

1.07.2006 um 11:19 |

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