Towandas Turbulenzen

Bau, Macs und der ganze Rest


Aufreger der Woche

Kategorie: bau — towanda am Samstag, 24. September 2005

Der Aufreger der Woche ist bereits am Dienstag passiert, allerdings hatte ich da keine Zeit zum Bloggen und wollte auch nicht in Rage bloggen. Lieber erst mal abwarten, ob das mit etwas zeitlicher Entfernung noch immer so dramatisch war.

Inzwischen weiß ich: War es. Daher: Bloggen.

Ich schrub ja bereits von den aufgeklopften Leitungen in unserem Bad, welches demnächst von Provisorien durchzogen werden soll, damit wir bis zur Fertigstellung des neuen Bads kein Desaster der Körperhygiene erleben.

Bereits am Montag kamen die Sanitärmenschen und applizierten Kunststoffrohre und -leitungen an die Wand. Sie mußten wohl durch das Backsteinmauerwerk des Altbaus, denn die schwarzen Fliesen des Bads waren mit rotem Staub bedeckt.

Macht ja nichts, ich wisch das eben mal. Wer am Samstag weißen Baudreck gewischt hat, wird am Montag auch mit rotem Baudreck fertig.

Soweit noch kein Aufreger, denn der kam erst am Dienstag: Als ich gegen fünf Uhr nach Hause kam und direkt in den Neubau hochsteige, wo sich sämtliche Hausbewohner eingefunden hatten, um das Werk der Sanitärmänner zu bestaunen, erzählt der uneheliche Schwager etwas von Nebelschwaden, die bis zu ihm in den ersten Stock hochgingen. Und noch etwas von Flexarbeiten und von Türen zu und in unserer Wohnung, die man doch auch hätte schließen können.

Mir schwante Übles, ich ging schnurstracks in unsere Wohnung.

Und seit Dienstag abend weiß ich, daß man es zu zweit in eineinhalb Stunden (merke: Dienstag um halb sieben kommen die Rollenspieler!) schaffen kann,

  • das Bad und die Küche zu wischen
  • Dusche, Waschbecken und Klo zu putzen
  • sämtliche Kosmetikbehälter, die in einem rollbaren Wagen offen im Bad stehen, auszuräumen, abzubrausen, abzutrocknen und nach Reinigung des Rollwagens wieder einzuräumen
  • Flur, Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Schlafzimmer zu saugen
  • alle für den flüchtigen Besucher sichtbaren Oberflächen vom allgegenwärtigen Staub zu befreien (Küchentisch, Arbeitsplatten, Wohnzimmertisch, Fernseher, Wohnzimmerschränke…)
  • und zu guter Letzt sich selbst zu duschen, um dem Besucher ein olfaktorisches Trauma zu ersparen.

Von meinem Anleiter auf der Arbeit (Maurer) erfuhr ich, daß früher eine Kundin von ihm in so einem Fall die Versicherung eingeschaltet hatte und anschließend die Stunde Putzarbeit mit 10 DM vergütet bekam.

Manchmal bin ich wohl einfach zu gut für diese Welt…

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