20 Fragen zur Musik
Ich mag diese Fragebögen eigentlich nicht und habe, glaube ich, noch keinen mitgemacht. Doch für den hier, den ich bei Anke Gröner gefunden habe, mach ich glatt mal ne Ausnahme. Obwohl ich Musik bewußt eigentlich nur noch im Auto höre.
1. Ein Lied aus deiner frühesten Kindheit:
Erst dachte ich an peinliche Schlager, dann an Kinderlieder. Doch dann fiel mir eines dieser Lieder ein, welches mir meine Urgroßmutter immer vorsang, lange bevor ich “Heidi” und “Nils Holgersson” sehen durfte: Geng mer aweng nieber, geng mer aweng rieber, geng mer aweng nieber zum Schmied. Der Schmied, der hod zwaa Döchderla, die mecherdn su gern verheiroded saa. Geng mer aweng nieber, geng mer aweng rieber, geng mer aweng nieber zum Schmied. [Übersetzung] It’s all about sex, you know. Damals schon. Ts.
2. Ein Lied, das du mit deiner ersten großen Liebe assoziierst:
Mother’s finest - Baby love. Das einzige Lied, das er mochte und ich auch. Ansonsten wären noch Snap und Dr. Alban zur Wahl gestanden. Definitely not my cup of tea.
3. Ein Lied, das dich an einen Urlaub erinnert:
Spanien, Frühjahr 2000. Sun is shining, der geremixte Marley-Song. Am Tresen riecht es nach Wodka-RedBull, also Flucht auf die Tanzfläche. Gute Zeit. Neue Liebe, neues Leben. Bla.
4. Ein Lied, von dem du in der Öffentlichkeit nicht so gerne zugeben möchtest, dass du es eigentlich ganz gerne magst:
Ist es peinlich, die Callas zu hören? Oder den Farinelli-Soundtrack? Nö, ich bin alt genug für jeden Scheiß. Andere Leute hören Pur. DAS ist wirklich peinlich.
5. Ein Lied, das dich – geplagt von Liebeskummer – begleitet hat:
Prodigy - No good. Bei mir wird laut gelitten, immer schon.
6. Ein Lied, das du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast:
Ich fürchte, es dürfte “Wer hat an der Uhr gedreht?” aus Paulchen Panther sein: Paulchen Panther hab ich recht oft als Kind gesehen. Es war auch oft Rausschmeißerlied in diversen Etabilissements, in denen ich verkehrte. Wenn ich mich recht erinnere, auch in diesem. Und es singt immer mal wieder in meinem Kopf. Die Stimmen, Sie wissen schon.
7. Ein Lied, das dein liebstes Instrumental ist:
Das 1. Klavierkonzert von Chopin.
8. Ein Lied, das eine deiner liebsten Bands repräsentiert:
Beatsteaks… aber was? “Summer” ist ganz großes Kino. Aber ich liebe die komplette “Living targets” und kann mich nicht entscheiden.
9. Ein Lied, in dem du dich selbst wiederfindest oder in dem du dich auf eine gewisse Art und Weise verstanden fühlst:
Ich schrub bereits, es ist unglaublicherweise Grönemeyers “Bleibt alles anders”. Wenn Dir die Antwort nicht gefällt, frag in zwei Monaten nochmal.
10. Ein Lied, das dich an eine spezielle Begebenheit erinnert (& welche das ist):
Zara Leanders “Yes, Sir!”. Dazu habe ich — noch als Minderjährige — gestrippt. Öffentlich. Vor vollbesetztem Saal. Rauhe Sitten hat es eben, so auf dem platten Land… Gut, man sollte erwähnen, daß dies auf einer Schwarzlichtbühne geschah. Dort riß ich mir die weißen Klamotten nach und nach vom vollflächig schwarz gekleideten Leib, bis nichts mehr zu sehen war. Ich auch nicht. Doch wer will schon mit Details nerven, wenn er seine Leser mit pikanten Histörchen der illustren Jugend schocken kann? Ach, ich erwähnte diese Geschichte schon mal? Tja, das Alter eben…
11. Ein Lied, bei dem du am besten entspannen kannst:
Das Plätschern des Wassers in der Wanne und das Knistern der Schaumbläschen, die nahe meinem Ohr platzen.
12. Ein Lied, das für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht:
Eric Clapton - Layla. Wir waren jung, wir mochten handgemachte Musik. Bevorzugt Blues und Rock, mit echten Gitarrengöttern. Und dann war da noch die Opel-Werbung, die Claptons Layla in ihre Dienste zwang. Ich fuhr einen schwarzen A-Corsa, genannt Jean-Luc (benannt nach Jean-Luc Picard, Captain der USS Enterprise. What an man.). Hach ja.
13. Ein Lied, das momentan dein Lieblingssong ist:
Jet - Move on, wenn es langsam sein soll. Für schnellere Momente? Die Arctic Monkeys erwähnt gerade sowieso jeder, deswegen nenne ich gerade nicht “I bet you look good…”. Sondern “White Stripes - Denial Twist”.
14. Ein Lied, das du deinem besten Freund widmen würdest:
Mein bester Freund ist auch der beste Mann wo gibt. Und für ihn paßt For crying out loud von Meat Loaf. (Weder Titel noch Interpret klingen schmeichelhaft, aber es kommt aus tiefstem Herzen)
15. Ein Lied, bei dem du das Gefühl hast, dass es außer dir niemand gerne hört:
Der Farinelli-Soundtrack. Und ja, ich habe eine stabile Beziehung. Aber ich habe auch gute Kopfhörer.
16. Ein Lied, das du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst:
Metallica - Nothing else matters.
17. Ein Lied, das weder deutsch- noch englischsprachig ist und dir sehr gefällt:
Hijo de la luna. Süchtig nach alten Sagen. Und mondfühlig.
18. Ein Lied, bei dem du dich bestens abreagieren kannst:
Rage against the machine - Killing in the name of. Oder was von Jet, Beatsteaks oder Hives. Hauptsache schnell, laut, dreckig und ehrlich.
19. Ein Lied, das auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte:
Salve Regina von Pergolesi oder Alto Giove aus der Oper Polifemo von Porpora, zuerst gehört auf dem Farinelli-Soundtrack. Ihr müßt auch niemanden der Familienjuwelen dafür berauben, ich nehm es auch gern von Band.
20. Ein Lied, das du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest:
Wie immer bin ich unbescheiden — es muß ein ganzer Soundtrack sein. Und ich rechne damit, Freunde zu verlieren. Oder hört (und singt) sonst noch wer die Rocky Horror Picture Show außer mir und der Frau S. aus T.? Is egal, muß auch nicht — Frau S. aus T. und ich singen so inbrünstig, das reicht locker für euch alle zusammen.
Stöckchen geworfen wird nicht: Es nehme auf, wer mag.