7.3.03
Trotzdem werd ich jetzt erst mal Fensterputzen.
Ihr könnt also spätestens morgen mit Regen in OWL rechnen...
6.3.03
Schulligung.
Aber erst konnte ich nicht, und jetzt will ich nicht mehr.
Klar hätt ich auch vorher offline die Mails...
Aber so ein Rechner ohne Netz, das ist einfach nix.
So kann ich nicht...
Nö, da bin ich ein Sensibelchen.
Das war ja einfach. Einfach scheiße nämlich.
(Ja, ich weiß, eine Lady sagt sowas nicht, aber eine Lady werd ich sowieso nicht, und nach dem heutigen Tag erst recht nicht mehr.)
Da haben wir vorletzte Woche unseren Provider gekündigt. Schriftlich und fristgerecht, mit anschließender Bestätigung: Wir sind zum 15.4. raus.
Fein.
So soll das auch sein, denn ab April gibts nen anderen Provider, der, wenn er schon mal da ist, auch gleich den Strom mitbringt. Überlappungszeit von 14 Tagen, das sollte für einen nahtlosen Wechsel reichen.
So weit, so prima. Nüscht Besonderes und Komplikationserregendes, denkt man.
Heute: Internet kaputt.
Morgens und mittags und überhaupt.
Aber mit mir nicht, doo...
Ich kenn mich ja schon aus mit sowas und frag erstmal bei den Telekomikern nach, wie so die Lage in der Leitung ist. Im Gegensatz zum Support von vor zwei Wochen, wo wir einen wirklich netten Kerl in der Leitung hatten, der sogar fragte, ab wann er am Samstag Morgen einen Techniker schicken darf, diesmal ein Typ, der anscheinend direkt der Spanischen Inquisition entsprungen ist (der echten, nicht der von Monty Python mit den soft cushions). Ich wollt doch nur nen Überblick über aktuelle Störungsmeldungen im Bereich haben. Der fragt Hardware ab und meint, mit "diesem Router" (er sprach das mit spitzen Fingern und gerümpfter Nase) könne er mir überhaupt nicht weiterhelfen.
Aber ich wollte doch nur wegen aktueller Störungen...
Netterweise fragte er aber trotz Igittigitt-Router dann doch noch die Lämpchenfrage.
Die Lämpchenfrage ist sowieso mein Favorit bei den Hotlinegesprächen:
Towanda: "Das Modem ist ok."
Hotline: "Welches Modell?"
Towanda: "Siemens irgendwas - wurde bis 2001 ausgeliefert. Aber an dem liegt es nicht."
Hotline: "Geht da ein Stromkabel, das Kabel von wasweißich und das Kabel vom Rechner dran?"
Towanda: "Ja und Ja, aber es geht nicht das Kabel vom Rechner, sondern das Kabel vom Router dran."
Hotline: [Es folgen tausend Fragen zum Typ, Status und allgemeinen Befinden des Routers an sich und im Besonderen; Meist bin ich da schon raus, denn Router ist denen nicht geheuer.]
Hotline: "Wie viele Lämpchen leuchten da am Modem?"
Towanda: "Drei - also ok."
Hotline: "Alle grün?"
Towanda: "Jepp."
Hotline: "Also liegt es schon mal nicht am Modem."
Towanda: "Ach..."
Langer Rede bzw. langes Telephonates kurzer Sinn:
Keine Störung bei den Komikern.
Ab zu 1und1.
Der Zentrale eine Nicht-0190er-Nummer für Support entlockt, weil ich für Störungen, für die ich nichts kann, nicht bezahlen mag.
Angerufen. Keine Störung dort. Immerhin konnte sie uns schon mal als Kunden seiner Firma identifizieren und gab mir auch die Lizenz zum Sparen, sprich: Neue Nummer ohne 0190.
Dort angerufen.
Dort dann erfahren, daß der Anschluß bei uns gesperrt sei.
Gesperrt???
Jo, gesperrt, sacht der noch, die Leitung sei seit 5 Uhr morgens deaktiviert. Er sei hier von der Technik und könne keine Einsicht in die Vertragsdaten nehmen.
Er hätte da ne Nummer für mich.
Dort angerufen.
Unsere Kündigung liege vor, Deaktivierung ist am 15.04. geplant.
Gut so... aber heute ist nicht der 15.04. Bestätigte mir der nette Herr auch, aber mehr wisse er auch nicht.
Doch er hätte da ne Nummer von wem, an den ich mich wenden könne.
Noch ne Nummer, noch ne Nummer! Hier gehts ja zu wie im *ichsagnichwo*...
Irres Kichern meinerseits, von ihm etwas hilflos, aber dennoch mitfühlend kommentiert.
Immerhin kann ich demnächst die Vermittlung für 1und1 machen. Genug Durchwahlen hätt ich schon mal.
Neue Nummer angerufen.
Unsere Kündigung liege vor, Deaktivierung ist am 15.04. geplant. Weiß ich schon.
Seit heute morgen sei der Anschluß gesperrt. Weiß ich auch schon.
Aber mir fehlt erstens der Grund und zweitens eine genaue Zeitangabe, wann sie gedenken, diesen Mißstand zu beheben.
Es habe da einen Fehler in der Technik gegeben, der sei bekannt. Unabsichtlich deaktivierte Nutzerkonten, man arbeite dran.
Könne heute im Laufe des Tages noch klappen, oder auch erst morgen vormittag, bis dahin aber spätestens.
Beschlossen, bis dahin keine Analogleitung zu verstöpseln, sondern hoffnungsvoll zu warten.
Bißchen stolz, daß ich nach Telekomikern und Marsch durch das gesamte 1und1-Callcenter bei der Ursachenforschung vorangekommen bin und ein halbwegs genaues Zeitlimit bekommen habe.
Um 18 Uhr läuft die Leitung wieder.
Aber die Durchwahlen behalte ich...
Für alle Fälle.
5.3.03
Die Lektion für morgen lautet dann:
"Wir betrachten uns unseren Maileingang und testen, ob der Reply-Button noch funktioniert.
Sollte dies der Fall sein, schreiben wir vieleviele Antwortmails und gucken mal, wer nach so langem Warten auf Antwort überhaupt noch etwas mit mir zu tun haben will."
das 8-bit-Museum
das Computerspielemuseum
Klar, Nerd-Geraffel ohne Ende...
Aber ich kann ja auch nix dafür, wenn mir die Tränen in die Augen steigen beim Anblick vom alten Pong über TV-Konsole (jaha, ich hab da in jungen Jahren noch dran rumgedaddelt und um weitere Minuten gebettelt, wenn Papa eigentlich Sportschau gucken wollte). Ich hab mir damals mit dem Atari meines Cousins die Zeit vertrieben und hab um den Platz an Vaters Olivetti gekämpft (der war eigentlich fürs Büro, hatte aber ne 5 1/4"-Diskette voller Spiele mit sensationeller Zweifarb-Graphik dabei... Das pralle Entertainment-Paket also).
Hab mir mit dem Gameboy 1 meines Bruders (nüscht mit advanced und so'n Kram... der echte mit Tetris und Super Mario!) die Finger hibbelig getippert.
Und auf Windows 3.11 Hausarbeiten produziert. Schön war das nicht - aber allemal besser als Schreibmaschine.
[vernimmt ein leises Raunen: "Pst, Kinder! Towanda erzählt wieder von früher, von der Zeit der 11"-Monitore und den Rechnern ohne Maus!"]
Für viel Dinge, die sicher auch spannend zum Mit-Erleben gewesen wären, bin ich leider etwas zu spät geboren.
Aber es reicht mir eigentlich schon, daß sich beim Betrachten der alten Konsolen Sabber im Mundwinkel fängt, mir der Anblick von Frogger schwitzige Finger macht und daß Super Mario mein Herz zum Hüpfen bringt.
Wir wollen doch nicht wirklich erleben, was wohl passieren würde, wenn ich so einer Konsole live begegnen würde oder einem C64 leibhaftig an seine Datasette...
*lechz*
Großes Getöse, Monopolgeplärre, Spionagevorwürfe...
Das Übliche eben, wenn im Netz die Emotionen hochkochen, aber wenig Infos.
Sach ich mir: "Da will ich erstma gucken, da hab ich erstma noch keine Meinung zu. Wenn ich mal Zeit hab, dann mach ich mich ma schlau, und dann sehn wa schon."
Und nu?
Hab mal Zeit gehabt, hab mal geguckt und jenes gefunden:
Klärung der Grundbegriffe
FAQ - Was kann das Ganze, was können Auswirkungen sein?
c't-Artikel zum Thema: 1, 2
Und jetzt kann ich sagen, daß das alles eine ziemlich miese Sache ist, die so nicht laufen kann und darf.
So, ihr Schnuckels:
Lesen, staunen, merken, wehren.
Und sagt später nicht, ihr hättet von nix gewußt.
Schließlich ist die olle Towanda noch so nett und serviert euch die Links auf silbernem Tablett bei Kerzenschein...
;o)
4.3.03
Hm.
Jetzt noch die Linkliste reparieren.
Und das obligatorische Versprechen abgeben, mein Blog nicht so zu vernachlässigen.
