15.2.03
14.2.03
12.2.03
Straßenverhältnisse: Landstraße, teils auf 70km/h begrenzt, teils offen; ein paar Kurven, viele Geradeaus-Abschnitte; etwas Matsch auf der Fahrbahn
Temperaturen: Unter Null, so daß der Matsch gefroren war, aber durch die matschige Konsistenz keine flächendeckende Eisschicht wurde, sondern ganz gute Griffigkeit bot
Sichtverhältnisse: Dunkel (wie es sich für kurz vor sieben im Januar in Deutschland auch gehört)
geschätzte sichere Fahrgeschwindigkeit: 70-80 km/h ohne Probleme, ab 90 würde es dreist, ab 110 selbstmörderisch
Vor mir: Polo, definitiv mit Sommerreifen, und zwar mit grottenschlechten.
Höchst unsichere Fahrerin, die ihre Unsicherheit dadurch auszugleichen versuchte, daß sie die Griffigkeit der Straße mit Bremsversuchen testete. Keine Drifts mit Beschleunigen auf Neunzig und dann ab in die Eisen, nein - sondern von fünfzig auf dreißig heruntergebremst. Mit Stotterbremse, auf etwa zweihundert Meter Bremsweg.
Und weil man sich ja nicht sicher sein kann, daß die Fahrbahn nach einem halben Kilometer noch genauso beschaffen ist wie beim Bremstest vor einer Viertelminute, kann man es gleich nochmal versuchen.
Und nochmal.
Und nochmal.
Und nochmal.
Und... genau.
Man muß sich als eifrige Testbremserin auch keine Gedanken drum machen, daß die Fahrerin dahinter gerne schneller fahren würde - Schließlich bieten Fahrtgeschwindigkeiten im rapiden Wechsel zwischen 30 und 50 km/h auch ihren Reiz. Oder daß man bei Rückansicht des Wagens so langsam Augenkoller kriegt vor lauter "rot" - "nicht ganz so rot" - "wieder dolle rot" - "dunkler rot" - "heller rot".
Nachdem ich drölfzigmal "Saturday Night Fever" und "Discoooo" im Ohr hatte vor lauter Lightshow und meine Stäbchen und Zäpfchen im Auge nen Krampf hatten, konnte ich die Tante tatsächlich nach fünf Kilometern und einer halben Ewigkeit überholen.
Mannmannmann...
Manche Leute sollte man bereift keinesfalls auf die Straße lassen.
Und wenn es dennoch passiert ist, verleihe man ihnen das gestreifte Lenkrad am Bande.
Herrlich... hab mich sehr amüsiert.
Sagt mal, täuscht es mich, oder hört man in den letzten Tagen öfter was Französisches am Radio? Wenn ja: Ist das Absicht?
Und warum besinnen sich die Radioleute nicht mal darauf, daß auch Kuba unser Bündnispartner ist?
*Hüfte abwartend schwing*
11.2.03
Ausflug nach BI war heute nötig.
Weil nämlich, wir brauchten was zum Spielen, was mit Spannung und - keine Schokolade, dafür aber Chipse, Pestos (heißen die in der Mehrzahl dann "pesti"?!) und Fischfutter. Und was einem sonst noch ins Körbchen rennt, wenn man nicht aufpaßt, wie etwa ein netter Küchenkalender mit zu Figuren modellierter Frischkost (herrlich sinnfrei, sowas taugt für mich) und so Krams.
Und wenn man ebenfalls nicht aufpaßt, wo man hinguckt, dann sieht man recht grauselige Sachen inmitten der Zivilisation, die einen manchmal überlegen lassen, ob manche Leute keinen Spiegel zu Hause haben.
Wie etwa die kleine zierliche Boutiquenverkäuferin, die eigentlich recht schlank war... aber dank auf Hüfte sitzender Quetschhose und drei Zentimeter über deren Bund endendem Quetschoberteil das bei ihrer schlanken Figur normalerweise Umögliche möglich machte und mit der Speckfalte, die sich zwischen den beiden Textilien rausdrückte, pummelig und quabbelig wirkte.
Oder die junge Dame, die dreiviertellange, weite Cargohosen in military-camouflage-braun-grün anhatte - und dazu fußbetonte, spitze, schwarze Stiefletten mit Pfennigsabsatz.
Weia... Großstadt is nich immer schön.
10.2.03
Wenn Arundhati Roy sich zu Wort meldet, lohnt es immer, genau zu lesen und nicht nur zu überfliegen.
Danke dafür.
[via Litkara]
