2.11.02
*umfall*
1.11.02
Schon letzte Woche habe ich leere Mails von dem Puretec-Account erhalten, über den ich normalerweise meine Kommentarbenachrichtigungen bekomme. Heute kam wieder so ein Teil rein, diesmal von der Moonies-Mailadresse.
Ich finde das alles etwas seltsam, aber mit meinem Wissen und den Tipps zur Header-Deutung von hier komme ich nicht so richtig weiter. Hinter den ersten beiden IPs steckt laut Whois-Abfrage Puretec (der Account-Anbieter), die 80.130.193.179 gehört angeblich zur Deutschen Telekom.
Auch das macht mich nicht wirklich klüger.
Aussehen tut das Teil wie folgt:
Return-path: <cgi-mailer-bounces@kundenserver.de>
Envelope-to: towanda@towandaweb.de
Delivery-date: Fri, 01 Nov 2002 16:46:11 +0100
Received: from [212.227.126.200] (helo=mrvnet.kundenserver.de)
by mxng13.kundenserver.de with esmtp (Exim 3.35 #1)
id 187dzu-00077u-00
for towanda@towandaweb.de; Fri, 01 Nov 2002 16:46:10 +0100
Received: from [212.227.119.17] (helo=infong129 ident=8)
by mrvnet.kundenserver.de with smtp (Exim 3.35 #1)
id 187dzu-0007UG-00
for towanda@towandaweb.de; Fri, 01 Nov 2002 16:46:10 +0100
Received: by infong129 with HTTP from 80.130.193.179
(IP may be forged by CGI script); Fri, 1 Nov 2002 16:46:10 +0100
X-Complaints-To: abuse@kundenserver.de
X-Sender-Info: 38552705@infong129
Date: Fri, 1 Nov 2002 16:46:10 +0100
Precedence: bulk
To: towanda@towandaweb.de
Subject: Anmeldung Moonies von
From:<>
Von euch wer ne Idee???
![]()
31.10.02
Zur Feier der doppelt kurzen Woche (nur vier Tage uns ich zur Abwechslung mal wieder auf halbtags) habe ich heute fast die ganze Palette an Dienstleistern in Anspruch genommen, die so anstanden, nur ein Zahnarzttermin fehlt mir noch zu meinem Glück:
Beim Friseur gewesen, weil die platten Strähnen am Morgen kaum noch in ansehnliche Form zu bringen und zu einem morgentlichen Ärgernis gerieten, das den ganzen Tag verderben konnte. Mit neuen Locken und deutlich weniger Kohle heimgekommen (Nein, es gibt keine Photos! Frische Dauerwellen sind was gruseliges und ganz gut Halloween-tauglich - gebt mir und meiner Birne ein paar Haarwäschen, dann vielleicht).
Aber eigentlich will ich gar nicht von meiner Haartracht berichten.
Wichtiger ist nämlich: Immer, wenn ich zum Friseur gehe, puhle ich die Kontaktlinsen ins Auge. Weil es nämlich total schrecklich ist, beim Friseur mit abgenommener Brille halbblind zu hocken, während mir jemand am Kopf rumkramt, ohne daß ich sehe, was der da tut. Brille drauflassen ist auch Mist, weil die Dauerwellflüssigkeit sicher die Träger verstümmeln würde.
Und da hab ich kontaktlinsentragenderweise gemerkt, daß ich auf dem linken Auge recht schlecht sehe *blinzel*... Eigentlich sogar beschissen miserabel schlecht *zwinker*... Genaugenommen kann ich mir gar nicht vorstellen, daß man so noch autofahren dürfte.
Autsch.
Also heim, Brille wieder drauf und ab mit dem frischgelockten Kopf zum Optiker.
Tatsächlich, nach ein bißchen Rumprobieren stellt sich heraus, daß das linke Auge seit dem Frühjahr diesen Jahres über eine Dioptrie schlechter wurde und inzwischen jenseits der sieben Dioptrien rangiert. Die Brille ist auch viel zu schwach. Deutlich wurde mir das wohl erst durch die veränderte Optik mit den Kontaktlinsen.
Nach jahrelangem Stillstand auf einem hohen Niveau hatte ich eigentlich nicht mehr mit so dramatischen Veränderungen in der Sehstärke gerechnet. Entweder kommt bei mir irgendwelche Maulwurfs-Genmasse durch, oder mein Wunsch nach Ausgegeglichenheit ist so stark, daß sich das linke Auge dem noch schlechteren rechten Auge angleicht.
Is ja egal, gucken muß ich, und der neue Rechner wird wohl noch nen Monat warten müssen. Zumindest freu ich mich, daß ich im Februar doch nicht die ganz teueren Gläser genommen habe, denn es wird nur das linke mit erträglicher Zuzahlung ausgetauscht. Freitag in einer Woche isses soweit, eine neue linke Linse kommt auch noch mit dazu, ich bin um rund 100 Euronen ärmer und hab dann voll den Durchblick.
28.10.02
Och menno...
27.10.02
Wenn heute nacht die Welt untergeht - ist es dann noch wichtig, ob ich bei meinem Aquarium Wasserwechsel gemacht und die Bügelwäsche erledigt habe?
Und muß ich dann morgen arbeiten gehen?
Von windbeheulten und dementsprechend intensiv klappernden Jalousien geweckt worden und erst mal dem noch recht gemäßigten Wind beim Pusten zugeguckt.
Inzwischen ist Frank auch schon vom Fußball zurück, da das Spiel abgebrochen werden mußte: Die Bandenwerbungen gingen locker und gefährdeten die Spielerinnen doch erheblich.
Und nun wird der Wind immer doller, vereinzelt sind Sirenen zu hören, öfters werfe ich einen Blick über den Monitor hinweg aus dem Fenster und hoffe, daß die Sträucher draußen keinen allzu großen Sturmschaden erleiden. Die peitschen nämlich ganz schön hin und her, und es würde mich nicht wundern, wenn plötzlich ein Schäferhund oder ein Kalb an meinem Fenster vorbeigeweht würde...
P.S.:
Ich habe wirklich keine Ahnung, wer dieser Richard Brenner ist.
Zuerst tippte ich auf den Elch und den Tapir, da in der Mail die Namen "Horst" und "Achim" fallen und außerdem ein "MäH" vorkommt. Doch die Mail ist via Outlook Express versandt, und mein Hardwareberater würde lieber Würmer fressen als mit Outlook Express zu mailen.
Nichtsdestotrotz ist es schön, daß dieser Richard sich so viele Gedanken macht...
Es ist kein Befremden, sondern eher ein Erstaunen.
Mir fallen viele Dinge ein, die mir auf dem Weg bis hier passiert sind: Mein Studium und damit das Zusammenziehen mit meinem damaligen Freund. Wie die guten Zeiten waren, wie es sich anfühlte, zum ersten Mal für einen Haushalt verantwortlich zu sein, mit jemandem zusammenzuleben und für sein Leben selbst Sorge zu tragen (blöde Formulierung, denn Sorgen gab es nicht viele - es war ein gelungenes Experiment, ohne Eltern klarzukommen).
Wie fürchterlich die Trennung für mich war, weil sie für mich plötzlich kam und die Zeit danach: Mehrere Wochen Wohnungssuche, Heulen, irgendwie noch die Arbeit auf die Reihe bekommen, so viel Grau und so wenig Farbe im Leben, ganz weit weg von mir selbst und ohne Ahnung, wie es weitergehen soll.
Dann die erste Wohnung ganz für mich alleine, die unzähligen Netznächte, die ersten Chattertreffen... und der erste Mann, der nach der Trennung mein Herz berührte, und schließlich nicht nur das Herz *grins*. Eine Sache, aus der jedoch wegen der vielen wirren Umstände nicht viel mehr werden konnte als ein Wochenende und einige sporadische Mails nach langer Zeit.
Dennoch blieb das beflügelnde Gefühl, daß es nach sieben Jahren mit dem einen auch mit einem anderen klappen könnte.
Schließlich die Monate mit dem Mann vor Frank. Gänsehaut bei SMS (klingt bescheuert - aber wie sonst soll man reagieren, wenn zwei Leute nach einigen Stunden Sendepause und dem Versprechen, sich abends zu kontaktieren, nachmittags zeitgleich eine SMS schicken und damit das Netz durch Übertragungsfehler lahmlegen?), im Chat heulen vor Glück und unwirklich wunderbare Momente im "echten" Leben. Tingeln zwischen Rheinland, Franken und Spanien, um Zeit zusammen zu schinden und schließlich doch Kapitulieren vor den Anforderungen seines Jobs.
Ich hatte mich damals getrennt, und ich glaube, es war die schwerste Entscheidung meines Lebens: Vielleicht hätte ich nur noch ein wenig warten müssen und die Zeiten wären besser für uns gewesen (ich hatte mich ja nicht wegen ihm getrennt, sondern weil ich zeitlich nicht in sein Leben integrierbar war). Vielleicht habe ich das Beste, was mir je passieren konnte, einfach weggeworfen?
Zögern, Grübeln und Zaudern, und ein wilder Wechsel aus durchheulten Nächten und durchgepaukten Tagen, denn die ersten Diplomprüfungen standen an. Im Nachhinein ist es ein Wunder, daß ich sie bestanden habe ;o)
Während dieser Zeit kam ein großes Chattertreffen mit einem Mann aus Lummerland, der nicht allein kommen wollte und sich seinen besten Freund als "Beistand" mitbrachte. Fast wäre er mir nicht aufgefallen im ganzen Trubel eines solchen Treffens - erst später via ICQ und Chat wurde er deutlicher. Aber der Rest ist sowieso Geschichte.
Nun bin ich hier in Lummerland, ich erinnere mich noch an den Umzug und die vielen Planungen. Als die ersten Ideen konkret wurden, sah ich mich hier in der Wohnung um und dachte mir: Ja, da wohne ich bald, und ich freu mich drauf, denn hier gehöre ich hin; Wenn ich es hier nicht aushalte, dann werde ich nirgendwo glücklich. Der Umzug war schließlich geschafft - Ja, das ist jetzt unsere Wohnung.
Und jeden Tag, wenn ich Frank ansehe, dann spüre ich: Das ist mein Mann, und ich hab ihn verdammt lieb.
Und wenn dieses Gefühl kommt, so wie es gestern mittag kam, muß ich dran denken, wo ich sonst jetzt sein könnte, wenn nicht dieser wunderbare Ostwestfale meinen Weg gekreuzt hätte und so hartnäckig gewesen wäre. Dann verschwindet der Gedanke daran, wie seltsam es eigentlich ist, so weit weg vom früheren Leben zu sein und diese Stadt und diese Wohnung hier "zuhause" zu nennen.
Denn wo sollte es sonst sein, wenn nicht hier?
Trotzdem feiern heute abend, nämlich zur Helferfete von diesem Fest. War nett, und daß ich jetzt bereits zu Hause bin, verdanke ich einem nöligen Frank, der müde und angeschlagen recht früh nach Hause wollte (und inzwischen selig vor sich hin schlummert).
No, dann mach ich halt noch aweng Internet...
