6.9.02

Anachronismen und heitere Abendgestaltung
Der eine oder andere wird vielleicht hier schon gemerkt haben, daß unsere Terrasse bzw. deren Planung und Realisierung der Running Gag des Sommers ist. Sollten wir es nicht nächste Woche, in der Frank ein paar Tage Urlaub hat, auf die Reihe bekommen, wird das auch eher ein Fall fürs nächste Jahr.

Wir sind also derzeit kein Stück auf irgendwelche Gartenfreizeitaktionen eingerichtet, und darum erstaunte es uns umso mehr, als heute gegen halb acht ein befreundetes Pärchen hier auftauchte und irgendwas von "Grillen bei uns" vorschlug. Wir waren noch am Überlegen, ob wir vielleicht zum Stadtfest im Nachbarkaff fahren, aber so richtig Lust hatten wir sowieso nicht. Es mangelte an Alternativen, und uns war alles recht. Stühle und Tische für den Garten hatte unser Mitmieter nach seinem Hausverkauf mangels Unterstellmöglichkeit sowieso bei uns abgeliefert, das wäre ja trotz fehlender Terrasse schon mal ein Anfang.

Zwei kleine Schönheitsfehler hatte die Aktion jedoch:
Es fehlte Rohmaterial zum Belegen des Grills.
Es fehlte überhaupt ein Grill an sich (denn wir dachten: Den kaufen wir, wenn die Terrasse fertig ist - steht sonst eh nur rum).

So machten sich abends um halb acht von einem kleinen Drei-Parteienanwesen in HF zwei Autos auf, um Material zu holen: Frank in Richtung Baumarkt, um einen Grill zu jagen, und das befreundete Pärchen fuhr Grillfleisch und Weißbrot organisieren.
Und ich fing munter an, zu improvisieren: Einen Salat zurechtschnippeln (was in einer kleinen Küche, in der eigentlich gerade Spülen und Aufräumen fällig war, gar nicht so einfach ist) und windfeste Beleuchtung aus Teelichtern und Einmachgläsern zu basteln.

Nach einer Stunde standen Grill, Tische, Stühle, Fressalien und Licht auf der kleinen gepflasterten Stelle zwischen Carport, Haus und Rasen, es wurde ein ziemlich gemütlicher Abend, und ich krieg jetzt noch viel mehr Lust auf eine Terrasse.

Und nach diesem sechsten September können wir uns wohl rühmen, das allerspäteste Angrillen von ganz OWL gehabt zu haben...

Grinse-Smilie

Towanda | 11:54 PM | Kommentare


Dankeschön
euch allen fürs Daumendrücken!
Eigentlich wollte ich eben einen kleinen Lagebericht durchgeben, wie die Sache gestern gelaufen ist, denn wenn ihr schon so fleißig mitfiebert, habt ihr auch ein Recht, zu erfahren, was los ist.
Eben kam aber ein Anruf rein, der die Lage zwar erheblich ändert, mir allerdings die Pointe klaut...
Ich tu jetzt einfach mal so, als wäre ich noch nicht angerufen worden, okay?! ;o)

Lief alles ganz prima gestern, von diversen Orientierungsschwierigkeiten mal abgesehen: Ich wußte zwar, daß die Klinik groß ist, aber sooo groß... Und prompt landete ich zweimal im falschen Gebäude und hatte die Ehre, eine Runde um den (relativ großen) Block zu drehen, was meine bis dahin ganz gut in den Griff gebrachte Nervosität glatt wieder etwas auffrischte. Aber bis jetzt hatte ich immer so die Erfahrung, das Schwierigste an der ganzen Sache ist, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein; Wenn das Gespräch dann mal angefangen hat, bin ich normalerweise ganz ruhig.

So auch gestern. Nach Suchen und Warten folgt ein gutes Viertelstündchen Frage-und-Antwort-Spiel, und ich bekam immer mehr den Eindruck, daß ich mich dort ziemlich wohlfühlen könnte: Relativ großes Team von fünf Personen (während ich bei den anderen beiden Stellen, für die ich mich vorgestellt hatte, mehr oder weniger Einzelkämpfer gewesen wäre); für die Absprachen und die Vernetzung in diesem Team wird sich Zeit genommen; gute Ausstattung mit Arbeitsmaterial (in der ersten Stelle, für die ich mich beworben habe, hätte ich nur einen "Stockwerk-Computer" zur Mitbenutzung gehabt...); mal ganz abgesehen von der Bezahlung nach BAT, wo auch mit einer Halbtagsstelle schick was bei rumkommt.

Nun ja, aber ob mir das taugt, ist ja nicht unbedingt die Frage, sondern die Wahl hat ja der Arbeitgeber. Und nachdem ich mir nach dem letzten Termin schon solche Hoffnungen gemacht hatte und dann doch eine Absage kassierte, bleibt mir nichts außer Abwarten und die Erkenntnis, daß die Wege des Arbeitgebers unergründlich sind. Naja, und der Gewissheit, daß ich mich gut präsentiert habe, wobei es natürlich Sachen gibt, die ich trotz eines properen Vorstellungsgesprächs nicht bieten kann, wie zum Beispiel Berufserfahrung in dem Arbeitsbereich.

Doch das liegt nun mal außerhalb meiner Macht, und mit einem "I did my very best" starte ich ins Wochenende und in die elende Zeit des Abwartens.

Ach ja... der Anruf von eben...
Ich werd am Montag vormittag da nochmal hin müssen.
Weil nämlich, man will mir die Gelegenheit geben, mir während einer Hospitation für ein paar Stunden alles anzuschauen und danach zu entscheiden, ob die Stelle mir taugt (die Bewerberin, die mich bei der Ausschreibung vom Frühjahr für diese Stelle ausgestochen hatte, hat nämlich nach einigen Wochen gemerkt, daß ihr die Arbeit nicht zusagt, und dieses Rumgeeiere wollen die einfach vermeiden). Außerdem kann das Team entscheiden, ob ich da reinpasse oder jemand anders kompatibler ist.

Und das Allerschärfste ist:
Es gibt nur noch eine weitere Bewerberin, die ebenfalls zu einer Hospitation eingeladen ist!

Jungs und Mädels...

Ich freu mir so dermaßen ein Loch ins Knie!!!


P.S.: Ich muß nicht unbedingt extra erwähnen, daß nach dem Telephonat wieder das obligatorische "Geht doch!" kam, oder?!
;o)
Towanda | 9:59 AM | Kommentare


4.9.02

Ich mag sie wirklich,
diese subtile Poesie und Ironie, die von der eben erstellten Einkaufsliste ausgeht und mir erst bei der Endkontrolle des Gesamtwerkes aufgefallen ist.
Steht da doch glatt:

Milch
Butter
Buttermilch

War keine Absicht, sondern fehlt wirklich alles.
Wenn ich mir noch ein bißchen Mühe gebe, kann ich auch den relativ harten Stilbruch begründen, der den Zettel mit

Gurken
Duschgel

enden läßt.

Zwinker-Smilie

Towanda | 10:40 AM | Kommentare


Blogger und Wahlkampf
Gerne hätte ich ja diesen Artikel mal gelesen.
Doch wie auch Melody schon schreibt, muß man sich permanent von Links im Text mitten aus dem Satz reißen lassen, um den Inhalt überhaupt ansatzweise zu verstehen. Erschwert wird das Ganze zusätzlich dadurch, daß größtenteils Antville-Blogs verlinkt sind und Antvilles Server anscheinend gerade eine längere Frühstückspause eingelegt hat.

Somit bleiben von dem Artikel Sätze, die trotz ihrer grammatikalischen Vollständigkeit ohne den zugehörigen Link unverständlich sind. Und das Bedürfnis, mir diese Erfahrung ins Hirn zu meiseln und fünfzigmal in feiner Times New Roman und ohne Copy&Paste zu tippen:

"Wir verwenden aussagekräftige Title-Tags bei unseren Links.
Wir zitieren, wenn wir uns auf etwas Wichtiges beziehen, anstatt den Leser mit einem Link schroff aus dem Kontext zu reißen.
Wir machen uns bewußt, daß der von uns verlinkte Content auf fremden Servern nicht für die Ewigkeit Bestand haben muß."

Fazit:
Lese und verstehe ich vielleicht später, vielleicht auch nicht.
Erstmal wird weitergesurft, damit auch dem im Artikel zitierten "Bild des lockeren Datenflaneurs" Genüge getan wird.
(Tolle Formulierung von Heise, allerdings weiß ich noch nicht, wie ich die finden soll.
Erst mal ... öhm... interessant.)

Towanda | 10:09 AM | Kommentare


Etwas lustlos
bin ich gerade im Bezug auf das Internet. So viel offline, wie ich die letzten beiden Tage war, war ich seit vor 1998 nicht mehr *schamlos übertreib ;o)*
Am Montag lieben Besuch gehabt *winkers!* und abends den Mann betüttelt. Gestern offline am Rechner rumgestochert, abends ein sehr nettes Telephongespräch gehabt *nochmal winkers* und mittags ein hoffentlich lukratives Telephonat: Vorstellungsgespräch für eine Halbtagsstelle im klinischen Sozialdienst.

Meine Pferdchen (vier sind es jetzt noch) sind wohl doch noch nicht ganz tot. Gut zu wissen, denn besonders nach der letzten Absage war ich ziemlich gefrustet: Ich hatte im Vorgespräch für die Bewerbung (Betreuung einer Maßnahme für Berufswiedereinsteiger aus der Sozialhilfe) den Eindruck, daß ich da ganz gut ankam. Auf meine ausdrückliche Frage, ob es ein Hindernis sei, daß ich Berufseinsteigerin bin, wurde mir zugesichert, daß das in Ordnung sei. Doch nach ein paar Wochen kommt die Absage mit dem netten Satz, die Absage würde nicht aufgrund meiner Qualifikation und Persönlichkeit erfolgen (Scherzken, letztere kriegt ihr mit einem Telephonat und den Bewerbungsunterlagen sowieso nicht mit), sondern für die Stelle konnte ein langjähriger Mitarbeiter einer Weiterbildungsinstitution gewonnen werden.
Haha. Wir haben sehr gelacht.

Interessant ist übrigens, daß ich mich nur zu knapp 30% bei Stellen in der Klinikumsozialarbeit beworben habe, der Rest ist berufliche Weiterbildung, Beschäftigungsmaßnahmen, Berufs(wieder)eingliederung und so Kram.
Dem steht gegenüber, daß bis jetzt drei Viertel der Ausschreibungen, bei denen ich bis zum Vorstellungsgespräch gelangt bin, in der klinischen Sozialarbeit waren.
Mir scheint, meine Bewerbung kommt im Gesundheitssektor deutlich besser an als in Weiterbildungs- und arbeitsmarktbezogenen Einrichtungen (was mir ganz recht ist, denn Sozialarbeit in Kliniken ist sowieso die erste Wahl von beiden).
Und mir scheint, ich hab zu viel Zeit, mich damit zu beschäftigen. Noch geht das ja mit meinem Bewerbungsmäppchen und mir. Aber richtig wild wird es erst, wenn ich eine Datenbank anlege und alles mit einem Statistik-Prog auswerte ;o)))

Doch zurück zu gestern:
Nachdem ich mir von der Anruferin gestern die Wegbeschreibung zur Einrichtung habe durchgeben lassen, mich verabschiedet und aufgelegt hatte, konnte ich mir doch glatt ein "Geht doch!" wie in dieser einen Werbung nicht verkneifen (die mit dem Portier, auf der diese Geschichte basiert - weiß eigentlich irgendwer, für was da überhaupt geworben wird?! *g*).

Egal - jedenfalls gehts doch, und ich erbitte kollektives Daumendrücken für morgen, Donnerstag, um 15 Uhr.
Ich werde berichten!

Towanda | 9:34 AM | Kommentare


1.9.02

Ich bin...
...überwältigt.
Geradezu ergriffen.
Und aufgewühlt.
Darf ich bitte einen Moment innehalten?
*schamlos dat Gummibärchen aus Ally zitier, an die Nasenwurzel greif und dabei fast die Brille runterwerf*

Danke.

Sarah hat mir gemailt, mir die Geschichte von "dem Sarah und den Buttons" erzählt, und weil sie nicht wußte, ob ich lieber "Towandas Turbulenzen" oder nur "Towanda" auf den Buttons stehen haben mag, hat sie mir gleich zwei wunderschöne Buttons vermacht.

Und was für welche.
Menno, sind die klasse:

Towandabutton von Sarah     Turbulenzenbutton von Sarah

Ganz viel Danke an Dich - und sei versichert:
Towanda mag solche Buttons und freut sich grad ein Loch ins Knie deswegen!

Rotwerd-Smilie

Towanda | 11:31 PM | Kommentare




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