9.2.02
8.2.02
NarrDas hochverehrte Publikum
kapiert,
daß es überflüssig ist,
zu klatschen,
damit der Abend erfolgreich wird,
und lacht
absichtlich
zögernd
über den Narr auf der Bühne,
verdient sich
durch wachsende
Selbstachtung
das Eintrittsgeld zurück.
Der Narr erfüllte
ihre Erwartungen,
war brillant
und sie
nicht
von sich
enttäuscht.
Engelbert schreibt über das Streben nach Anerkennung und die Veröffentlichung von Gedanken und hilft mir damit, den Gedanken näherzukommen, die seit ein paar Tagen unter der Oberfläche brodeln.
Kurz ließe sich das etwa auf die Formel bringen "Ich hab mehr Besucher als ich vermutete, hab keine Idee für Content und deshalb ein schlechtes Gewissen".
Als ich diese Woche in meine Statistik geguckt habe, staunte ich nicht schlecht: Durchgehend eine um 80% höhere Zuschauerzahl (ja, und ich hab das auch schon um meine eigenen Test-Klicks während des Umbaus bereinigt ... bin ja nicht doof *g*).
Ursache unbekannt.
Es freut mich natürlich, daß ich Publikum habe und daß sich Surfer Zeit nehmen, um mein Geschreibe hier zu lesen. Doch es erhöht auch den Druck auf mich: Ich möchte diesen Besuchern etwas Besonderes bieten, möchte, daß sie hier etwas mitnehmen können, das bleibt oder das ihnen wenigstens ein Lächeln entlockt.
Fakt ist jedoch:
Mich scheint eine Schreibblockade voll erwischt zu haben. Nun hab ich ein schickes neues Layout und keine Ahnung, womit ich es nun füllen soll (kann mal bitte jemand das Pink-Floyd-Modul in meinem Ohr ausschalten, das die ganze Zeit etwas singt von "I've got wings but I've got nowhere to fly to"?).
Nun kommt mir nicht damit, daß ich doch in erster Linie für mich schreibe.
Schwachsinn. Für sich schreibt man in ein samtgebundenes Büchlein mit Schloß dran oder von mir aus noch in ein lokal gespeichertes Word-Dokument.
Nicht in ein Weblog mit ein paar hundert Besuchern täglich.
Und wenn ich nur für mich schreiben wollte, hätte ich nicht für teueres Geld den Speicherplatz gemietet, der die php-basierte Kommentarfunktion zuläßt. Denn ich mag die Anerkennung, das Feedback und die Anregungen, die ihr mir gebt. Dialog ist was Geiles.
Klar, ich schreibe insofern für mich, als daß ich Spaß daran habe, andere mit meinen Ergüssen zu unterhalten und etwas von mir preiszugeben. Doch einige der Dinge, die mich derzeit wirklich bewegen und beschäftigen, kann und will ich hier nicht ausbreiten. Manches ist zu persönlich und hier deplaziert, Lästereien über Bekannte sind für mich tabu, und wenn ich hier ausführlichst über Aquarienwasserqualität und entsprechende Regulierungsmöglichkeiten schreibe, würdet ihr gähnend die Münder aufreißen und weiterklicken.
Wenn ich mich frage, wie ich es früher geschafft habe, für mich und meine Besucher akzeptable Inhalte zu bringen, dann ist das so, als bitte man einen routinierten Autofahrer zu beschreiben, wie das mit dem Schalten und Kuppeln geht.
Es passiert einfach, automatisch, nebenher.
Vielleicht ist mein Leben nur grad etwas langweilig, weil ich nichts zu berichten habe. Oder meinem Lästermodul ist die Batterie ausgegangen. Oder ich bin einfach zu zufrieden, zu satt, um interessant zu schreiben (genaugenommen hab ich meine - subjektiv betrachtet - besten Texte geschrieben, wenn irgendetwas nicht ganz im Lot war).
Ich weiß nicht, was es ist, aber es macht mir ein schlechtes Gewissen. Ich fühle mich geehrt über die vielen Besucher, möchte Robbie-Williams-Like auf die Bühne klettern und ein lautes "Let me entertain you!" schmettern. Nur hat leider der Trottel gepennt, der den Programmablauf bauen sollte.
Und so renne ich weiter durch die Lande, murmele ein eifriges "Content, ich brauche Content ... " vor mich hin, während mir Freddy Mercury ein sanftes "Don´t try so hard" ins Ohr haucht.
7.2.02
Keine Angst, ab morgen gibt es wieder eigenen Content und nicht nur wildes Durcheinandergelinke.
Aber gestern und heute war mein ganzer Kopf voll mit CSS, divs und tags, und das kann ich euch so in dieser Form nicht antun.
;o)
Aber was ich neulich beim Einkaufen mitgehört habe, übertrifft selbst meine eigene Unvernunft:
[Frau sieht Schuhe mit Absatz, die vorne so fürchterlich schmal geschnitten sind, daß es schon beim Angucken weh tut und präsentiert diese Schuhe mit Entzückensschreien ihrer Begleiterin, welche entgegnet]:
Bist du denn verrückt, so eng, wie die vorne sind ... in die komm ich ja gar nicht rein mit dem Fuß!
[Antwort darauf]: Is doch egal ... aber die sehen klasse aus!
6.2.02
Das mit dem CSS-Validator war einfach, und nach ein klein wenig Tags Streicheln und Bügeln kann ich mir nun mit dem Button im Feld unten rechts valides CSS attestieren lassen.
Fein.
Bedeutend schlechter sieht es da mit dem HTML-Test aus:
Zu Punkt 1: So sieht nunmal der Link zu den Kommentaren aus - würde ich ihn ändern, wären die Kommentare k.o.
Zu Punkt 2: dto. - der Link im Webring.
Zu Punkt 3: Quellcode für den Counter. Sollte ausdrücklich unverändert eingefügt werden.
Dann eben kein schicker Button für validiertes HTML.
Und stattdessen funktionstüchtige Kommentare, Webringe und nen Counter.
Pah.
Update:
Danke an Henrik, der mir den Trick mit der Maskierung von "&"s verraten hat (den Links scheint es zu bekommen ...)! Dem Counterquellcode hab ich noch ein 'type="javascript"' verpaßt, das ist nicht gelogen und wird das Teil schon nicht ins Stocken bringen.
Und nun kann ich mich mit dem Button schmücken, habe mein Ego gestreichelt und meinem Ehrgeiz Genüge getan.
Prächtig.
Es kann kein Zufall sein, daß "stressed" rückwärts gelesen "desserts" ergibt.
Nein, kann es wirklich nicht!
5.2.02
Und wenn nicht ... dann auch ;o)
Ich schieb den Fehler großzügig auf Blogger, lade noch die Startseite hoch und geh dann Frühstücken.
So!
Na gut, und heut war es so weit: Ich hab die schweren dunkelroten Samtvorhänge abgemacht und reichlich Licht in die Bude geschmissen. Ein bißchen geflucht, viel geforscht und noch viel mehr gefreut.
Und dieser fünfsekündige Aussetzer des Herzschlags, wenn man alles hochgeladen hat (natürlich sieht man das erst im Blogger-Template - also dann, wenn es alle sehen) und feststellt, daß die Kommentarfunktion nicht geht. Erst mal Modus "Super-DAU" hochfahren mit einem klassischen "Aber daran hab ich doch gar nichts verstellt!", dann nochmal reloaden und sehen, daß alles wohlfeil seinen Dienst verrichtet.
Hach, relaunchen kann soooo schön sein!
Auf der To-do-List stehen noch:
- Kommentar-Layout anpassen
- Linkliste und Archive auch
- Die Schnörkelschrift aus dem Titel entfernen - alles, was recht ist, aber ein Dreivierteljahr Rumgekrakel ist genug, nun hätt ich es gern etwas straighter.
- Meine Leser befragen, ob das Hintergrundbild, das für die Überschrift zuständig ist, sehr lange lädt oder ob es auszuhalten ist
- Alle fragen, ob alles zu sehen ist (trotz ausgibiger Tests behaupte ich nicht, alle Browser und Betriebssysteme zu besitzen *g*; getestet hier auf Opera 5.0 und 6.0, Mozilla 0.93 und IE 5.5 ... mehr hab ich nicht)
- Für die Netscape-4.7x-User eine Umleitung und ein Ersatzlayout basteln (Sieht sicher schrecklich aus - Ich kann es nicht testen, weil es mir den NS 4.76 geschossen hat, als ich Mozilla installiert habe ... und ich war nicht wirklich böse drum.)
- Erstmal meine Statistik befragen, ob das überhaupt Not tut.
Mein spezieller Dank für den vergangenen Basteltag geht an:
- den Dija-Jörg und die I-Logger mit ihren hilfreichen CSS-Dateien und an Claudia mit ihrem tollen CSS-Tutorial
- mein Telephon, das mich heute mit den Anrufen durchgeknallter Vertreter und Meinungsforscher verschont hat
- herrliches Herforder und den Hersteller leckerer weißer Schokolade
(Niemand kann Webseiten basteln ohne Schokolade, oder?!)
4.2.02
Geduld, Geduld!
*lächel*
3.2.02
Birnen-Sesam-Nudeln a la Towanda
2 Portionen
300g Nudeln in Salzwasser al dente kochen.
In einer großen Pfanne 2 Eßl. Sesam in 2-3 Eßl. Butter goldgelb rösten.
1 kleine Dose Birnen in kleine Würfel schneiden (natürlich den Inhalt, und nicht die Dose *g*) und in die Pfanne geben.
Nudeln dazu, evtl. noch etwas Honig, kurz durchschwenken ... und lecker isses!
Nun gut, der Weg zu Fuß zur Tanke zum Rauchbedarfaufstocken sollte reichen, um dem nötigen (aber nicht übermäßigen) Photonenbeschuß zu frönen.
Und dann werd ich mir hier am Rechner den Wind um die Nase wehen lassen und sonnengeschützt ein wenig basteln.
