19.1.02
Essen gehen ist immer eine recht heikle Geschichte: Für mich vegetarisch bzw. Fisch, Eltern wollen keinen Knoblauch und keine allzulaute Musik, daher war das mit mexikanisch hier ein kleines Experiment.
Und siehe da, es schien gelungen: Die Wartezeit an der Bar überbrückte Muttern gekonnt mit einem Cocktail, Papa war glücklich über ein "Bier mit Henkel" (mit diesen 0,3-Näpfchens werden Franken nie und nimmer glücklich *g*), für mich gab es Fisch, und das Gemüse zu den elterlichen Steaks wurde auf Sonderwunsch ohne Knoblauchbutter serviert.
Fazit:
Drei Towanda-Gourmet-Sternchen für das Peppers!
Gehe hin, wer kann!
Ich [tagebuchstöbernd zu Frank am Rechner nebenan]: Hehe, witzig, Melodys Katze fällt immer um!
Frank: Meine Freundin auch - ist auch lustig.
Absichtlich Quote machen mit bestimmten Themen, fragt Gnurps.
Naja, dafür hab ich zu wenig Ahnung vom Referrermarkt.
Fakt ist, daß zu mir Besucher mit Suchanfragen kommen, von denen ich selbst fast nicht mehr wußte, daß ich mal drüber geschrieben habe. Und wenn ich beim Schreiben denke "Ui, das mag wieder Referrer geben!", dann fragt kein Schwein danach.
Ziemlich weit oben in der Rangliste sind bei mir Fragen nach seltsamen Produkten aus dem P*roI*dee-Shop, über den ich mal abgelästert habe; Ich bereue es heute noch, darüber geschrieben zu haben.
Etwas zerknirscht bin ich über die Suchanfragen nach Schmetterlingsbuntbarschen, denn weder ist es mein Begehr, durchs Netz irrende Aquarianer auf meine Seiten zu locken, noch hab ich so richtige Tipps auf Lager - die hier wissen mehr.
Die ganzen Promi-Lästereien mit unanständigen Wörtern drin bringen kaum Quote; Referrer wie diese hier sind selten gesät.
Erstaunt bin ich jedoch über meinen Referrer-Spitzenreiter, der diese Position seit Monaten fleißig hält: Nie hätte ich erwartet, daß ein Beitrag dazu so dermaßen brummt, und Absicht war es schon gleich gar nicht, bei Google auf Platz eins zu landen - aber es freut mich, daß die vielenvielen Sucher nach 0190-Blockern bei mir richtig kompetent weiterverwiesen werden.
Und weil ich so gern helfe, erkläre ich auch dem Suchenden, der seit Monaten in meinen Referrern fragt, wofür USB steht, daß das "Universal Serial Bus" heißt.
;o)
18.1.02
Nun gut, für mich ist es eigentlich kein wirkliches Problem - vielmehr ist es ein Problem der anderen. Nicht allen Menschen ist nämlich bewußt, daß in einem Haushalt Menschen mit verschiedenen Namen wohnen können.
Ich melde mich am Telephon immer mit meinem vollen Namen, und das irritiert die Leute, die mich nicht kennen und eigentlich zu Frank wollten. Ich wüßte auch nicht, wie ich mich sonst am Telephon melden sollte.
"Nadine Peetz und Frank Tilker" ist erstens schweinelang, und außerdem bin nur ich und nicht Frank am Telephon.
"Nadine Peetz bei Tilker" ist schlicht und ergreifend falsch, denn wenn schon, dann ist hier "Nadine Peetz in der Wohn- und Liebesgemeinschaft Tilker-Peetz" - ist doch ziemlich lang.
Die ultimative Ansage wäre ja "Lebensgemeinschaft Tilker-Peetz, Sie sprechen mit Frau Peetz, Guten Tag, wie kann ich Ihnen weiterhelfen?", doch da verdient sich die Telekom ja schon ne goldene Nase, bevor der Gesprächspartner überhaupt zu Wort gekommen ist.
Also melde ich mich weiterhin mit "Nadine Peetz", was einige Menschen sehr verwirrt.
Diejenigen, die noch nachfragen ("Bin ich hier nicht bei Tilker?"), sind mir die liebsten, denen helfe ich dann damit aus der Patsche, indem ich mich als Lebensgefährtin des Herrn Tilker vorstelle und so ihre Zweifel an der Richtigkeit der gewählten Nummer zerstreue. Doch die sind dünn gesät, und wenn ich schnell genug bin, würge ich noch ein "Wollten Sie vielleicht zu Tilker, dann sind Sie hier richtig" entgegen, bevor sie mit einem "Oh, Entschuldigung, verwählt!" aus der Leitung entschwinden.
Am putzigsten jedoch war der Versicherungsvertreter, der meinen Namen hörte und erstmal ein "Oh, jetzt bin ich aber verwirrt ..." durch die Leitung ließ.
Fast hätte ich ihn gefragt, ob er nicht einen Moment innehalten möchte ... ;o)
Also, wenn mich wer fragen würde ... mal abgesehen von dem begnadeten Kicker namens Frank Tilker, mit dem ich liebend gerne Tage und auch Nächte verbringe - ich würde mich ja für eine Nacht mit Ansgar Brinkmann entscheiden.
Nicht so für inne Kiste und wilde Matratzenakrobatik.
Aber mal eine Nacht mit dem wilden Ansgar durch die Gemeinde zum Extreme-Pub-Crawling ... doch, das wär schon was.
Er hat über Pelzschlampenträgerinnen abgelästert. Er möchte das moralisch gar nicht bewerten, aber er hoffe nur inständig, daß es irgendwo auf dieser Welt Tiere gäbe, die Menschenhaut tragen. Das stelle er sich in etwa so vor:
"Ach, wie schön ... Münchner Immobilienmaklerin. Das steht dir aber gut!"
"Dankeschön!"
"Aber - darf man so etwas denn eigentlich tragen?"
"Dochdoch, die werden in Grünwald extra dafür gezüchtet!"
;o)))
Ging nicht.
Dann vielleicht die Maus an die PS2-Schnittstelle? Nein?
Richtig gut wurde es dann aber erst, als ich sowohl Maus als auch Tastatur an die PS2 gebaut hatte. Denn dann ging gar nix mehr. Ich meine, ich bin durchaus fähig, nur mit Maus oder nur mit Tastatur auf Treibersuche zu gehen - aber GANZ OHNE Eingabegeräte??? Mag sein, daß es mittels Sprachsteuerung, Telepathie funktioniert, oder man schubst die Bytes einzeln über die Festplatte, wie man sie grad braucht, aber diese Techniken sind mir dann doch nicht so ganz vertraut.
Fazit:
Nun hängen Tastatur und Maus beide an USB. Und für die Kamera kann ich mir neue USB-Anschlüsse besorgen.
Und das Anschließen einer Tastatur kann sich durchaus zu einer halben, vormittagsfüllenden Staatsaktion ausweiten.
Aber schick isse schon, die Logitech ... und leise!
16.1.02
15.1.02
Wow!Fesch auf den Punkt gebracht!
*so langsam wieder auf den Stuhl kriecht ...*
"Zwerg und der Ring?! - Goldgierprobe plus 10!"
[beim Duell der Magier am Anfang]: "Können die nicht ordentlich kämpfen? Immer dieses Rumgemagiere ..."
[Szene an der Brücke in den Minen]: "So ein Teleportzauber auf drei Personen ... was kostet der Astralpunkte?"
"Meinst, Gandalf würde hier mit einem Fulminictus weiterkommen?"
"He, mit dem Zweihänder und der Rüstung ... das gibt ja wohl Behinderung plus acht!"
Ansonsten ... doch, ganz annehmlich. Kein Grund, in wilde Freudensprünge zu verfallen, aber hat Spaß gemacht.
Netter Nebeneffekt: Seit ich diese Orks gesehen hab, bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich denn wirklich ein Hautproblem hab ;o)
Seit über 10 Jahren hab ich das nun, und es dauerte etwa ein Jahr und diverse Arztbesuche, bis ich das in den Griff bekam: Das entzündungshemmende Puder vom Apotheker roch wie Aal, vergrößerte das betroffene Areal nochmal um ein paar Quadratzentimeter und brachte die kranken Hautschuppen wirklich gut zur Geltung.
Die erste Hautärztin konnte keine Allergie gegen Kosmetika feststellen, diagnostizierte Schuppenflechte und variierte erfolglos ihre Therapie nur im Hinblick auf die Höhe der Cortisondosis.
Der nächste Arzt stellte "seborrhoisches Ekzem" fest und bastelte aus drei Cremes eine wirklich wunderbar hilfreiche Therapie, was zwei Jahre ohne Ekzem zur Folge hatte - bis ich wieder zum Rezeptabholen kam und mir die Sprechstundenhilfe erklärte, daß sie die Salben nicht mehr verschreiben könne.
"Wie bitte? Aber warum?"
"So lange darf das Medikament nicht angewendet werden!"
"Aber ich hab nichts mehr, was soll ich denn stattdessen nehmen?"
"Das kann ich Ihnen nicht sagen, aber ich kann Ihnen einen neuen Termin geben."
"Au fein - wann?"
"In acht Wochen wäre wieder was frei ..."
"Wie bitte??? Und was mach ich bis dahin?"
"Keine Ahnung ... "
Dankeschön, liebes Gesundheitswesen, dann mach ich das doch lieber selbst. Also ab in die Müslibude aka Reformhaus und Creme aus Spinnrad-Basiscreme und Teebaumöl gebastelt. Riecht etwas streng, aber vielleicht reicht es, es nur als Nachtcreme zu verwenden.
Siehe da, mein Therapieansatz wirkte!
Mit den Jahren konnte ich die Teebaumöldosis auf Null drosseln und komme inzwischen nur mit der Basiscreme aus. Bis mir diese mitten unter dem Diplomarbeitschreiben ausging und ich ersatzweise eine hypoallergene Creme aus der Apotheke holte, denn die ist um die Ecke, Spinnrad aber in der Stadt und die Zeit war knapp.
Diese andere Creme in Verbindung mit zu wenig Sonne, zu viel Heizungsluft und Stress hat meiner Haut wohl den Rest gegeben, und nun sitz ich hier mit den fetten Schuppen und Rötungen in der Fresse.
Warum denn gerade jetzt, wo das pralle Leben nebst Bewerbungen losgeht? Während der Diplomarbeit wäre mir das egal gewesen. Wieso muß meine Haut ein dermaßenes Sensibelchen sein und selbst bei hypoallergenen Cremes in hohem Bogen zu spucken anfangen?
Andererseits soll ja Meeresluft ganz heilsam sein ... Ich glaub, ich muß demnächst nach Holland.
14.1.02
[der Illusions- und Utopienwarner springt an und macht einen Höllenlärm in der Bude]
(duck) ... Na gut, aber ins Stadion geh ich ...
Grad ist Frank gefahren, es ist erst Mittag und der Tag lächelt mich einladend an. "Mach was mit mir! Spiel mit mir oder tu was Sinnvolles. Such dir was aus, ich stehe zu deinen Diensten!", winkt er mir zu.
Tja, lieber Montag, was mach ich denn mit dir? So nette Angebote bin ich ja gar nicht mehr gewohnt und muß erstmal nachdenken.
Lesen, surfen, staubsaugen? Fensterputzen ist zwar nötig, entfällt aber aufgrund von krassestem Sonnenschein. Ein bißchen Lebensmittel aufstocken täte Not, Klamottenshopping haben wir uns am Mittwoch vorgenommen (ist mir lieber, wenn Frank dabei ist, während ich in der Herrenabteilung Klamotten für MICH suche *g*).
Den Abend werd ich am Telephon verbringen, Mama zum Geburtstag gratulieren und sonstige soziale Kontakte auffrischen, die während der Diplomarbeit brachlagen.
Und dann bei einem Glas Rotwein Semmelings gucken.
Scheiße, geht es mir gut!
;o)
13.1.02
Ladenschild in Pirna, Deutschland, 21. Jahrhundert:

(Artikel dazu)
Ich rechne ja immer mit der größtmöglichen Dummheit der Menschheit.
Aber das übertrifft selbst meine kühnsten Erwartungen.
Update:
Jawl-Christian macht Post für Ost.
Vorbildlich - fettes Lob!
Wir haben hier
- einen regierungsfähigen, aber kompromißlosen Kanzler, der für die entscheidende Mehrheit auch schon mal den Regierungspartner am Schlawittchen packt und ihm erklärt, wie Demokratie auszusehen hat
- einen nicht ganz so regierungsfähigen Haufen, der sich die Sympathien, die er sich bei dem großen Aufstand hätte erwerben können, gleich wieder verspielt hat
- und einen anderen Haufen, der nicht oppositionsfähig ist und schon allein darum die Regierung stellen sollte - seit neustem mit einem Innenminister als Kanzlerkandidat, dem ich durch meinen Umzug nach NRW zu entfliehen trachtete, weil mich Amigos, die von der Durchrassung der deutschen Gesellschaft sprechen, sowohl politisch als auch anderweitig nicht sonderlich anmachen.
Doch leider sind meine Präferenzen nicht immer die der Mehrheit, und ich befürchte, daß der eine oder andere dem bayrischen Ordnungssinn doch etwas abgewinnen können.
So, liebe Towanda, wer soll nun dein Herzblatt sein? Mit dem Herzblatthubschrauber fliegt ihr am 22. September 2002 in eine ungewisse Legislaturperiode.
So richtig fesche Alternativen sind das ja nicht. Nicht zu wählen kommt für mich als jemanden, der sowieso immer die Klappe aufreißt, und erst recht dann, wenn er mal gefragt wird, nicht in Frage.
Und weil der Sozpäd an und für sich immer nach Alternativlösungen sucht, weil man ihm mal beigebracht hat, daß das Handlungsspielräume erweitert, bin ich schon die ganze Zeit am Grübeln.
Man könnte doch ressortabhängig wählen, und dann kann jeder sagen, wen er etwa für das Außenministerium will und wer seiner Meinung nach die Arbeitsmarktpolitik am besten in den Griff kriegt.
Oder es regieren einfach mal alle, und nach einem halben Jahr sagen wir, wer es am besten gemacht hat.
Oder es regiert gar keiner, wir räumen die Bude in Berlin leer, machen eine fette Party drin, hocken uns an Fenster und warten, bis jemand kommt, der von der Politik was versteht - dann können wir ja mal wählen gehen.
Nicht?
Naja, wirklich gut find ich das auch nicht ... aber mal ehrlich:
So wie das jetzt ist - da kann doch kein vernunftbegabter Mensch ordentlich wählen gehen, oder?
