21.12.01
Nicht wirklich erstaunt mich, daß es sehr wenige Ergebnisse auf die Suchanfrage nach "Zimt Gurke Aquarium" gibt (eigentlich nur mich) - aber es würde mich interessieren, was genau dieser Suchende vorhatte ...
Und während ich mir so meine nachbarschaftstechnischen und versicherungsrechtlichen Gedanken mache, fällt mir mein kleiner Cousin ein, wie er mit leuchtenden Augen vom ersten Schnee berichtete:
"Hat tsneit, ganz viel, und Opa hat tsroit!" - "Opa hat was?" - "Na, tsroooiiiit!"
Alles klar?! ;o)
Hach, wenn nur der Dreamweaver und PSP noch auf Linux laufen würden, hätte ich Windows schon komplett in die Tonne getreten und würde ein MS-freies System haben ...
(Besonders mag ich das Midifile auf der Seite ... ob ich mich zum Mittesten anmelden sollte?!)
20.12.01
Danke für euere lieben Besserungswünsche - sie haben geholfen!
Nein, nicht schwanger. Nein, auch keine ALDI-Schokolade (obwohl ich die Rahm-Mandel aus der Serie mal gegessen hab, aber das ist einem Monat her - so lange Inkubationszeit haben Salmonellen ja nicht, oder?).
Was immer es war, nun isses wech, zum Glück!
Denn ich hab jetzt so richtig Bock drauf, mich in den Weihnachtsstress zu stürzen. Nicht in den Pflicht-Stress, sondern in selbstgemachten Stress, den genieß ich so richtig. Gestern hab ich fast alle Geschenke verpackt. Heute müssen noch zwei Pakete zur Post, die eigentlich gestern schon los sollten, aber ich hoffe mal, daß sie es rechtzeitig nach München schaffen (*zwinkers* zu Anne - Dankö für das Päckchen! Haben es ganz brav ungeöffnet liegengelassen *g*).
Schwarzes Papier für Geschenkanhänger muß noch her, selbige gebastelt werden. Die Zutaten für Schoko- und Vanillemousse gekauft werden, da ich mich als zuständig für den Nachtisch an Heiligabend erklärt habe. Zwei klitzekleine Geschenk-Kleinigkeiten fehlen mir noch, aber das ist nicht schlimm, weil Frank sowieso am Montag nochmal in die Stadt muß - für ihn ist es Tradition, ein paar Geschenke auf den letzten Drücker zu kaufen *g*. Für Freitagabend ist ein Date auf dem Weihnachtsmarkt angesagt, aber vorher werden wir den Baum holen.
Puh, da freu ich mich drauf! Frank macht sich nicht allzuviel draus, aber das ist mir egal. Ich will einen haben, in arminiablau und ihn zu Robbie- und Ally-Beschallung laut trällernd schmücken.
Jawoll!
Holen wollten wir den Baum bei der Gärtnerei in unserer Straße. Bestimmt ist er da teuerer als im Baumarkt oder beim Discounter, aber so können wir ihn die 50 Meter die Straße hochtragen. Dafür, daß ich mir das Auto nicht zunadele und verschramme, zahl ich gern ein paar Mark mehr ...
Bin ich eigentlich sehr spät dran mit dem Baum? Wenn man seit dem ersten Advent die Leute Bäume durch die Gegend fahren sieht, könnte man ja schon ein bißchen die Panik kriegen. Aber mir ist es zu dumm, den Baum den halben Dezember im Hof rumstehen zu haben, und schließlich hab ich auch letztes Jahr nach dem 3. Advent noch einen wunderschönen Baum gekriegt.
Wird schon werden ...
Hach, ich glaub, ich find Weihnachten wunderbar! ;o)
19.12.01
Ich knall mich aufs Sofa, also hier erstmal nix Neues. Obwohl das gestern schon schick war, mit dem Laptop vom Sofa aus ins Internet zu gehen ...
Ts, die Dekadenz greift um sich!
Lieber Gott, laß es bittebitte keine Pinot-Allergie sein!
18.12.01
... das Internet geht wieder, zumindest meins ;o)
Eigentlich schon seit ein paar Stunden. Aber in der Zwischenzeit war mir ein Spontanbesuch, ein Bundesliga-Spieltag (zumindest unentschieden, noja ...) und Ally McBeal dazwischengetappt (Larry ist wieder da ...*seufz*... hat mich glatt zwei bis drei Tränchen gekostet).
Und so fielen die Entscheidungen, daß es nach dreißig Stunden offline auch nicht auf die Minute ankommt und daß Silvesterplanen mit dem Spontanbesuch wichtiger ist als die Bügelwäsche ;o)
Nun hock ich wieder hier, an flinker DSL-Leitung und großräumigem, farbechtem 17"-Monitor und denke mir, daß genauso das Paradies aussehen muß und die Hotline mächtig Schwein gehabt hat, daß ihr mein empörter Anruf am Mittwoch Morgen entgangen ist ...
Support meldet bundesweite DSL-Probleme, und Klein-Towanda sitzt natürlich wieder mittendrin ...
Seit gestern nachmittag sind hier die Leitungen tot, mein Internet kaputt. Dieser Eintrag kommt über Loretta und einen soeben wiederbeatmeten Analoganschluß ins Netz, ist aber schon wegen der Kosten keine Dauerlösung.
Man möge mir mein Fehlen in diesen Hallen also verzeihen (und verlaßt euch drauf, ich bin bei weitem nicht so gelassen und ruhig wie sich das gerade anhört KREISCH!*
17.12.01
und manchmal erinnert er sich sogar dran. Über den Traum, in dem wir mit seinem Bruder durch einen See von Pilze-Sahne-Soße schwimmen mußten, um nach einem Kneipenabend wieder zurück zu unserer Wohnung zu kommen, mußte ich wirklich grinsen.
Neulich hat er geträumt, ich hätte ein Kind, aber nicht von ihm. Auf meine Frage, ob ich denn versucht hätte, es ihm "unterzumogeln", antwortete er, daß das schlecht ginge, denn es wäre schwarz gewesen und mit blonden Haaren.
Hoppla!
Mein Gewissen ist rein, denn ich hab ja eh schon den besten Mann wo gibt. Aber was die Schwärmereien über die Brasilien-Connection vom FCN angeht und das Geschmachte über den neuen Anwalt bei Ally McBeal, der die Sekretärin immer so zum Schwitzen bringt ... da halte ich mich wohl demnächst besser etwas zurück ...
;o)
Genau zwei Wochen wird dieses Jahr noch haben, und allerorten beginnen die Jahresrückblicke. Die fetten Shows im TV, bei denen irgendwelche Promis zu ihren Goldmedaillen, neuen Partnern, alten Filmen und lautestem Pups in 2001 interviewt werden, finde ich nicht wirklich interessant. Dann schon eher die Nachrichtenrückblicke mit Reportagenausschnitten.
Und mit meinem Hang zum Katalogisieren, Analysieren und Archivieren komme ich um meinen ganz persönlichen Rückblick auf 2001 nicht herum. Zum ersten Mal kann das teilweise mit Weblogunterstützung funktionieren, wie praktisch ;o)
Doch, es ist mir wichtig, die großen Meilensteine, schlimmsten Tiefpunkte und größten Erfolge nochmal auf wie einen Beutel Murmeln den Tisch zu legen. Ich will sie versonnen angucken und darüber sinnieren. Manche will ich bestimmt gleich wütend an die Wand werfen und gar nicht mehr angucken. Über einige werde ich lächeln, andere werden mich traurig machen, und bei manchen werde ich bereuen, daß ich mich nicht mehr mit ihnen beschäftigt habe.
Ich pack mal aus, ja?
Begonnen hat das Jahr auf dem quietschekalten Michaelsberg in Bamberg - hey, das war ein schönes Fest! Ach ja, und zum allerersten Mal hatte ich einen eigenen Weihnachtsbaum (Theodor, die Tanne - mit arminiablauen Kugeln, da legte Frank Wert drauf *g*).
Februar - mein 25. Geburtstag, der Schachtelgeburtstag. Gefeiert in Lummerland mit kleiner Eskorte aus Franken. Nochmal Fest ... hab ich eigentlich das ganze Jahr nur gefeiert?!
Für den März und den April fällt mir gar nichts Wichtiges ein, erst zogen sich die Semesterferien so hin, dann das Studium, ohne besondere Störungen und mit den üblichen Turbulenzen.
Mai - jo, da war wieder was los! Zum einen wurden hier die Turbulenzen geboren, und ich schätze, ich habe damals nicht geahnt, wie wichtig mir so ein Haufen html-Code und Pixel werden könnte - WOW!
Und wieder ein Fest, die Turbulenzen helfen mir hier weiter: Meine obligatorische Grand-Prix-Fete, bei der Loretta, der Laptop, nebst Editor ud Graphikprogramm getestet wurden ... weia ... ;o)
Außerdem:
Bundesligaabschluß mit dem Club als Wiederaufsteiger und Schalke als Fünfminutenmeister.
Bekomm ich jetzt noch Gänsehaut, wenn ich dran denke.
Juni und Juli lassen sich in drei Dinge zusammenfassen:
- Zwischen BA und HF pendeln und die Bahn verfluchen
- Prüfungsvorbereitungen (mal tragisch, mal heiter)
- Hitze nebst Kreislauf wieder zusammensammeln.
Oh, Hoppla, der Umzug war ja auch noch im Juli ... wenn ich nur dran denke, tun mir schon alle Knochen weh, und im Nachhinein könnte ich nicht sagen, ob Umzug oder die Prüfungen schlimmer waren ...
Im August wurde ich dann auch im Personalausweis zur Westfälin und leistete bei einem wunderbaren Fußballspiel den Schal-Schwur, der wohl der Grundstein dafür war, daß mein Herz nun auch für die Arminia schlägt. Wir brachten wir auch endlich das Netzwerk zum Laufen und entdeckten die Lebensmittelmotten, vor denen mir jetzt noch ekelt. An den Kampf gegen diese Biester werde ich mich wohl noch erinnern, wenn ich achzig bin!
September 2001 ... nein, ich werde nicht gleich zum 11. springen, und wenn ich an den 11. denke, dann ist und bleibt meine erste Assoziation dazu "Franks Geburtstag". Natürlich hat dieser Tag auch mich bewegt, und wenn ich meine Einträge dazu lese, weiß ich wieder genau, wie fassungslos ich war.
Doch es sind auch noch andere für mich wichtige Dinge passiert, an die ich denken möchte:
Das Gästezimmer wurde fertig und damit die Wohnung genauso, wie wir sie haben wollten. Hugo hielt Einzug bei uns und macht mich endlich wieder mobil. Ich hab zu bloggen angefangen und mir die Turbulenzen damit noch ein wenig komfortabler gemacht. Und meine Prüfungsergebnisse waren da! *smile*
Im Oktober begann die Bombardierung Afghanistans - viele Gedanken dazu von mir, ich hatte wohl auch Zeit dazu, denn den Oktober zog für mich relativ beschaulich und stressfrei ins Land.
November:
- Im Stadion gewesen, meinen Schwur gehalten und Arminiaschal gekauft. Lacht nicht, ich finde das wichtig! Und nicht minder wichtig war für mich mein Umzug zu Puretec nebst autarker Kommentarfunktion.
Viel Stress wegen der Diplomarbeit und einen wunderbaren Adventskalender hat der Dezember schon gebracht. Die Sache mit den Weihnachtsgeschenken wird jedes Jahr schneller und unkomplizierter.
Was wird noch kommen?
Mein erstes Weihnachten, das ich nicht bei meinen Eltern feiere, ein Weihnachtsbaum im Arbeitszimmer, der erste Silvester für mich hier in Herford ... Ich bin gespannt!
Bei Lydia findet sich - durch Simone angeregt - eine interessante Kommentarsammlung zum Thema "Zivilcourage".
Ich weiß nicht, was ich in solchen Situationen tun würde. Aber ich erinnere mich immer wieder daran, wie ich als etwa 16jährige im Büro meines Vaters stand und Infomaterial für irgendeine Demo kopierte (ich denke, es ging gegen Neonazis) und mein Großvater fragte, was ich hier mache. Damals, voll mit Idealismus und der festen Überzeugung, daß man die Welt im Nu verändern kann, wenn nur genügend Leute mitmachen und man es sich fest genug wünscht, erklärte ich ihm stolz und mit leuchtenden Augen, was wir vorhaben und rechnete insgeheim mit einem Lob, wie engagiert seine Enkelin sei.
Doch stattdessen erntete ich ein sorgenvolles Lächeln und einen Satz, der für mich noch immer das Lebensgefühl seiner (und vielleicht auch immer noch einem Teil von unserer) Generation ausdrückt:
"Kind, auch wenn es für eine gute Sache ist - stell dich nicht zu weit nach vorn. Denn die, die vorne stehen, sind immer als Erstes dran."
Manchmal muß man aber nach vorne, denn nur die vornedran werden gehört.
Lieber kümmere ich mich um meinen eigenen Bildungsnotstand und stricke weiter an meinem Diplom - denn die Arbeit muß pünktlich raus, das mit dem Dauerstudenten hab ich also verpaßt ;o).
