15.12.01
Upsi ... ;o)

Ein bißchen schäme ich mich ja schon, diese beiden Teile erworben zu haben, da mir diese dumme Mode, in Wörtern das "a" durch ein "@" zu ersetzen, ziemlich auf den Wecker geht (ähnlich schlimm wie diese "e"-Flut a la e-commerce, e-business, e-banking, ... sogar e-popeln gibt es).
Und was soll das eigentlich sein, eLiving?!
Aber dann mußte ich schmunzeln und das Teil doch kaufen, denn irgendwie wohne ich ja hier:
Täglich bin ich hier unterwegs, und die Miete zahl ich brav an Puretec. Ich achte drauf, daß hier immer halbwegs aufgeräumt ist und die Pixel nicht allzu wild durcheinanderliegen, und ab und an kommt lieber Besuch, um in den Kommentarfeldern ein bißchen zu plaudern (allerdings würde es mich in meiner "echten" Wohnung doch ziemlich irritieren, wenn täglich über hundert Leute unangemeldet zu allen Tages- und Nachtzeiten reintappern *g*).
Dochdoch, ich wohne hier ... und genaugenommen macht das eLiving ziemlich viel Spaß ;o)
Ne, nu setzt´s aber echt aus, Towanda! Genieß den ersten liegengebliebenen Schnee, schreibe hundertmal "Ich brauche keinen DVD-Player!" in Schönschrift oder mach Dich ans Plätzchenbacken!
Mein Lieblingsdialog bisher war:
"He, da ist ein Bereich, in dem wir noch nicht waren - ich geh schon mal vor."
*gerade am Safteingießen* "Aber wehe, du fängst ohne mich mit dem Töten an!"
*blickt auf den Monitor, stutzt* "He, die wollen mit uns reden!"
"Och nö, die können einem aber auch den ganzen Spaß verderben ... "
;o)
14.12.01
Rapper oder Metaller?
Ganz klar, Metal, hart, laut und gut, was anderes gab es nicht. Doch, mit zwei Ausnahmen: Punk und Deutsches. Bei Deutschem besonders die Ärzte, welche ja bekanntermaßen ehwieso die beste Band der Welt sind. Logisch, als Heranwachsende erstmal von den Schweinkramtexten angezogen, finde ich mittlerweile andere Lieder von ihnen schick, aber im Großen und Ganzen ... doch, noch immer fein!
Auf der Suche nach einem Text bin ich hierhin gekommen und mußte besonders über diese Einleitung schmunzeln:
Aus gegebenen Anlaß erkläre ich
[...] Die Texte spiegeln nicht unbedingt die Meinung des Webmasters und Homepage-Eigners wieder und müssen im Kontext der Discographie und des Songtextearchivs und somit der Vollständigkeit gesehen werden (auch im Bezug auf die Geschichte von DÄ).Die Texte dienen in keinster Weise zum Aufruf für diverse Handlungen, gleichwelcher Art auch immer.
Ich wüßte zu gerne, was genau dieser "gegebene Anlaß" war ... ;o)
Einer meiner Favoriten, der mich seit Ewigkeiten immer wieder zum Schmunzeln bringt, und neulich von Dirk und mir recht eigenwillig intoniert wurde *g*, ist ja das Lied "Kopfhaut".
Kostprobe für die, die es noch nicht kennen? Hier:
Als ich neulich durch den Canyon ritt,
da folgten mir Indianer und die waren zu dritt.
Ich gab meinem Hengst die Sporen,
doch sie kriegten mich und ich war verloren.
Zwei hatten Pfeil und Bogen und einer ein Beil,
und ich wußte die waren auf meine Kopfhaut geil.Sie sagten:
"Du kannst gehen aber Deine Kopfhaut bleibt hier!"
Wir kamen in ihr Dorf und dann sagten sie zu mir, sie sagten:
"Du kannst gehen aber Deine Kopfhaut bleibt hier!"Kein Wunder, daß ich dies indiskutabel fand,
und ich sagte: "Meine Herren, dies ist ein freies Land.
Sie können das gern mit meinem Anwalt ausmachen."
Da fingen die Rothäute an zu lachen.
Sie erklärten, meine Meinung, wäre ihnen scheißegal,
und sie banden mich an den Marterpfahl."Du kannst gehen aber Deine Kopfhaut bleibt hier!"
Sie gaben mir noch ein Ultimatum bis um vier, sie sagten:
"Du kannst gehen aber Deine Kopfhaut bleibt hier!"Dann ließen sie mich dort ganz alleine stehen,
und diese Fluchtmöglicheit ließ ich mir nicht entgehen,
Ich zerbiß meine Fesseln und rannte los,
und ich wußte meine Chancen waren nicht gerade groß.
Ein Indianer warf sich auf mich, so daß ich fiel.
Es ging zu wie bei einem Rugby-Spiel."Du kannst gehen aber Deine Kopfhaut bleibt hier!"
Er kämpfte wie ein Tiger in seiner Gier, er sagte:
"Du kannst gehen aber Deine Kopfhaut bleibt hier!"Doch alles was ich tat, war absolut vergebens,
und ich denke mir, das ist nun mal der Lauf des Lebens.
Mal geht's dir schlecht, dann geht's dir wieder gut.
Ich jedenfalls trag' jetzt immer einen Hut.(M: Urlaub/ T: Felsenheimer-Runge-Urlaub)
Nu isses passiert ... 13.12.01
Daher ein herzliches Willkommen an Nina, Rüdi und Matthias (letzterem Danke für die Mail - ja, Matthias, auch Menschen aus "Seppelland" können Internet machen *g*!)!
Ein großer Dank an Nicole, die erfolgreich mein Bestreben vereitelt hat, mit dem Schreibtischstuhl zu verwachsen, weil ich nach Lektüre des von ihr überbrachten Links von eben jenem Stuhl gefallen bin vor Lachen:
Bielefeld gibt es nicht!
Und wenn ich mal wieder rumnöle, wie häßlich die Stadt ist, dann tröste ich mich einfach damit, daß sie eigentlich gar nicht existiert ...
Nun weiß man bei den Dingern ja nie, was draufsteht, bevor man sie geknackt hat, den Spruch kann man sich auch als derjenige, der den Keks verschickt, nicht aussuchen.
Daher finde ich es umso bemerkenswerter:
Du hast noch genug Zeit, einen anderen Pfad zu nehmen.
Also doch Kassiererin...?!
Franks Sparkassenmann ruft an. Er braucht "ganz schnell" die Kopie von Franks Perso wegen einer Rückbuchung.
"Gaaaanz schnell"? Da klingelt´s bei mir im Kopf und schreit laut "E-Mail!"
Da ich den Scan von Franks Ausweis, den ich vor ein paar Wochen für den Händiehvertrag gemacht habe, sowieso noch auf der Platte habe, bot ich ihm an, die Graphikdatei per Mail zu schicken, was ihm ein begeistertes "Das geht? Das können Sie?! Ist ja prima!" entlockte.
Fünf Minuten nach dem Telephonat ging das Teil raus, ich muß weder auf Frank warten (der den Perso bei sich trägt) noch auf Parkplatzjagd gehen und zuständige Sachbearbeiter suchen, sondern kann weiter daran arbeiten, endgültig untrennbar mit dem Schreibtischstuhl zu verwachsen.
Hach, heute ist wieder ein Tag, an dem ich das Internet liebe!
12.12.01
Geraspelte Gurken, die eigentlich in den Tzaziki sollten und leider auf dem Küchentisch liegengeblieben sind, sollte man so schnell wie möglich entfernen. Die unheilige Allianz, die sie mit dem Küchentisch eingegangen sind, läßt sich am nächsten Morgen nämlich nur noch mit dem Ceranfeldschaber beseitigen.
Siehste mal, das Teil geht nicht nur zum Herdsäubern und Farbkleckse abschaben, wenn man beim Fensterstreichen übergemalt hat!
Wer Brötchen in Scheiben schneidet, tut außerdem gut daran, den Zeigefinger nicht unters Messer zu legen. Ansonsten wird die Löschen-Taste am Rechner übermäßig beansprucht, weil definitiv erstmal Schicht ist mit dem eigens ausgetüfteltem und bisher bewährtem Sechsfingertippsystem.
Allerdings auch eine gute Ausrede für noch nicht beantwortete Mails und relative Stille in Commentfeldern anderer Weblogs ...
Hier geht reinüberhauptgarnix weiter. Krieg keinen Ansatz zu irgendwelchen Umfragen ("Was will ich denn von denen wissen? Will ich überhaupt was wissen?!"), finde kaum Literatur, und wenn ich welche habe, hab ich keine Lust auf dieses Hinundzurückzitiere und die ewiggleiche Theorienonaniererei.
Das wissenschaftliche Arbeiten geht mir dermaßen am A**** vorbei, mein Ehrgeiz ist gleich Null, weil ich mir nicht vorstellen kann, daß eine schriftliche Arbeit Relevanz hat für die Qualität meiner Arbeit in der Praxis. Was bitte sagt denn eine Diplomarbeit aus?
Ich weiß, daß ich was kann, aber wissenschaftliches Arbeiten ist es definitiv nicht. Alles andere würde ich momentan liebend gern tun, nur nicht dieses hier. Gestern kam mir sogar der Job einer Supermarktkassiererin vor wie das Paradies auf Erden.
Muß ich mir das alles denn überhaupt antun?
Brauch ich das?
Geht das nicht irgendwie anders?!
10.12.01
...vom vielen Nicken, während ich Claudias Eintrag über das "drin sein" gelesen habe.
Nein, ich will nicht wieder die alte Debatte anfangen mit Newbie-Lästereien Marke "Neulich hat mir mal wieder so ein Dummkopf ein 3MB-Attachment ohne Vorwarnung geschickt" oder einen Gute-Software-schlechte-Software-Grabenkampf starten. Es geht mir nicht darum, die einen als Doofies in die eine Ecke und die anderen (am besten mich noch dazu) als Schlaumis in die andere.
Fakt ist, daß jeder mal im Netz angefangen und sich dabei bestimmt ab und zu recht ungeschickt angestellt hat. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Versuch, eine Mail mit Anhang zu schicken, die nur mühsam und mit dreimal Nachfragen das Postfach verließ, oder an den ersten Versuch einer Homepage - blinkend, mit grauenerregendem Frontpage-Express-Quellcode und nicht angezeigten Bildern.
Mit all diesen Erfahrungen und Erinnerungen an die Zeit, in der ich halbblind im Netz rumstocherte und mühselig meine Erfolgserlebnisse zusammenklaubte, fühle ich mich inzwischen ganz fit darin, wenn es darum geht, anderen Funktions- und Vorgehensweisen verständlich zu erklären und ihnen somit ein Werkzeug in die Hand zu geben, das sie sinnvoll und mit möglichst wenig Gefahren nutzen können: Meinen Eltern zu erklären, wie ein 0190-Dialer auf die Platte kommt, was er anrichtet und wie man ihn vermeidet; Anke einen Virenscanner zu installieren und zeigen, wie man ihn updated; dem nächsten zu beschreiben, wie man mit E-Mails umgeht (Nein, Attachments macht man nicht einfach so auf, und weil nicht jeder wissen möchte, wie die Mailadressen der fünfzig anderen Empfänger heißen, schreibt man die Adressen in das Blind-Copy-Feld der Mail etc.) .
Es ist nicht wirklich stressig für mich, und ich hatte damals auch Leute, die mir das alles gezeigt haben - warum also soll jetzt nicht ich diejenige sein, die erklärt?
Und ich erkläre so etwas auch sehr gerne, weil ich es immer wieder spannend finde, Umschreibungen zu suchen, die die Dinge verständlich machen. Das Zusammenspiel zwischen Rechner und Peripherie, das Anke nur ein großes Fragezeichen entlockte, wurde kurzerhand in einen Dialog verpackt (Rechner: "Hoho, wer bist denn du? Du warst aber noch nie da!" Modem: "Ich bin ein Modem!" Rechner: "Und was machst du so?!" Modem: "Ich hab da nen Treiber für dich, da steht alles drauf." Rechner: "Wow, dich können wir gebrauchen, du bist dabei!") Als ich danach Ankes Grinsen sah und ein lautes "Ach, so geht das!" hörte, hab ich mich gefreut wie ein Schneekönig - und sie sich auch, denn eigentlich hat sie laut eigenen Aussagen "von sowas doch eh keinen Schimmer".
Dieser alte Traum von einem Internet für alle, das ein einfaches Instrument zur Informationsbeschaffung und Kommunikation ist - nein, so ganz ausgeträumt hab ich ihn trotz aller Widrigkeiten noch nicht. Ich hab das Glück gehabt, daß mich das Internet während des Studiums "erwischte", als ich genügend Zeit hatte, alles auszuprobieren und zu lernen, Fragemails zu verschicken und in Foren nach Problemlösungen zu suchen.
Und gerade weil ich diese Zeit doch sehr intensiv nutzte und ziemlich lange gebraucht habe, um mich sicher im Umgang damit zu fühlen (vielleicht war ich ja auch nur etwas schwer von Begriff?), gerade deswegen irritiert es mich, wenn Hersteller und Provider zur Erweiterung ihres Kundenstammes mit einer "Auf die Software-fertig-los"-Mentalität das Medium einfacher machen wollen, als es ist. Ein Klick und los geht das Surfen, Email ist auch schon eingerichtet, und der Provider nimmt mich dabei so fest an die Hand, daß ich das Hirn ruhig ausschalten kann.
Fängt damit diese Ignoranz und Überheblichkeit an, die man manchmal im Netz findet? Erklärt mir deshalb jemand, daß die Virenmail unmöglich von ihm sein könne, da "man über AOL gar keine Viren schicken kann"? Wieso rät mir jemand zu einem "vernünftigen Browser" um seine Homepage zu betrachten, obwohl er einen Quelltext fabriziert hat, der maximal noch von seinem "Where do you want to go today?"-Browser verstanden würde (vorausgesetzt, man hat die richtigen Plugins)? Und dieser Umgangston in manchen Foren/ Chats/ Mailinglisten/ Newsgroups - hat man da einfach vergessen, daß Menschen hinter den Nicknames stehen? "XY ist ein *** und f*** seine Mutter" - Tippen und Button gedrückt - Der Satz ist drin - Das war ja einfach!
Und nochmal: Es geht nicht darum, eine Internet-Elite, die alles weiß und alles kann von der breiten Usermasse abzugrenzen, sie auf letztere mit dem Finger zeigen zu lassen und laut "Ätschibätsch, ihr Doofies" zu rufen.
Nur würde ich mir wünschen, daß die Menschen ein bißchen selbst denken würden, anstatt blind darauf zu vertrauen, daß die Sache mit dem Internet tatsächlich so einfach wie in der Werbung ist.
Ich glaube, dann würde das Internet zumindest wieder ein klein wenig schöner werden.
SA mittag nach Bieledorf gefahren, gebummelt, über die Stadt gelästert (Es hat sich inzwischen so eingebürgert, daß ich mindestens einmal, wenn ich dort bin, den Satz "Bielefeld ist schon eine extrem häßliche Stadt" sage - schöne Tradition eigentlich), die beiden noch fehlenden Weihnachtsgeschenke komplettieren wollen, stattdessen Unmengen an schwarzweißgeflecktem Zeugs gekauft (zwei Kuhgläser, Glasuntersetzer, die ich sowieso nie benutze, aber dennoch haben wollte, ein Kalender und zwei Postkarten - Es wird wohl nie passieren, daß es bei mir einfach "NEIN!" sagt, wenn es vorne "MUH!" ruft ...), heimgefahren, Club verlieren sehen (wußten wir ja eh schon).
SA abend am hiesigen Weihnachtsmarkt gewesen, zum ersten Mal in diesem Jahr Eierpunsch getrunken, danach noch Kneipe und dann Restaurant zum Goldenen M.
Heim, Stunde Internet, die Jungens totmüde zum Zocken alleingelassen, ab ins Bett mit dem dummen Gefühl, daß ich zuviel getrunken habe (*blärgs!* Wenn ich doch nur ein bißchen vernünftiger sein könnte ... Aber es tröstet mich etwas, daß es bei anderen noch schlimmer war.).
Nachts geträumt von einem Linuxrechner, auf dem Paint Shop Pro und Dreamweaver laufen (kann ich nicht von knackigen Männerpos und Schokolade träumen wie jede normale Frau?!?!)
Erst kurz nach 11 Uhr die "Ich kann mich nicht bewegen"-Phase überwunden, erfahren, daß die Jungs bis halb sechs Uhr noch am Zocken waren (oh weia - ich wär ja auf der Tastatur eingepennt!), keine Kopfschmerzen gehabt (wenigstens was!), aber Schmacht nach Nudelsuppe. Gegessen, gelesen, beim Lesen eingepennt, Wasserwechsel im Aquarium gemacht, aufgeräumt, abends Unholde durch Aventurien gejagt und meiner Kriegerin den Aufstieg in eine neue Stufe verschafft.
Danach geflucht, weil mein Internet kaputt war und ich auf meine allabendliche Geschichte verzichten mußte.
Acht Stunden durchgeschlafen, jetzt noch immer müde und knatschig.
Sorry, aber bei dem, was heute alles ansteht, werde ich solche Launen ich wohl ignorieren müssen.
*Vulkaniermodus aktivier*
