1.12.01
Alibi-Aktion? Mitläufertum meinerseits? Verlinken, weil es gerade schick ist?
Könnt ihr mir von mir aus vorwerfen, denn bisher waren HIV und AIDS keine Themen hier - warum also heute?
[*fettes Grinsen zu Melody]
Mit dem Ende meines Praktikums und einer festen Partnerschaft ist das Thema für mein Leben eher unwichtig geworden, wenn ich auch noch immer aufhorche, wenn die Worte "HIV" und "AIDS" in den Medien fallen. Manchmal denke ich dann an meine ehemaligen Klienten und frage mich, wie viele von ihnen wohl noch am Leben sind. Und wenn ich gleich in die Stadt gehe und einen Infostand sehe, werde ich mich an die Aktionen erinnern, als ich mir hinter so einem Stand die Füße plattgestanden habe und teilweise unglaublicher Borniertheit ("Aids als Strafe Gottes" ist eine These, die noch immer geglaubt wird) aber auch großer Aufgeschlossenheit begegnete.
Und ich möchte eine Schleife kaufen - für mich, zur Erinnerung.
30.11.01
Gestern wurde diese Reportage in der ARD gesendet, und noch immer habe ich die Stimme der Mutter und ihre Vorwürfe an sich selbst im Kopf. "Wie konnte ich nur eine Zwölfjährige allein zu Hause lassen, wieso habe ich die Gefahr nicht bemerkt, hätte ich sie doch nur bei einer Freundin übernachten lassen ... "
Wenige Monate später wurde der 36jährige Täter gefaßt. Er bekennt sich auch eines weiteren Frauenmordes und zweier Angriffe auf Mädchen für schuldig. Er hatte Vanja über mehrere Jahre hinweg heimlich beobachtet und sich kurz vor dem Mord einen Schlüssel zur Wohnung beschafft.
Heute wurde er zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.
Ergänzung:
Die beiden schlimmsten Dinge an diesem Fall waren für mich die Vorwürfe der Mutter, obwohl sie sich wirklich richtig verhalten hatte und das auch wußte. Dennoch immer wieder dieses "Hätte ich doch nur ... Vielleicht war ich doch eine schlechte Mutter" - und das dumpfe Ahnen, daß man an ihrer Stelle sicher genauso gedacht hätte, so idiotisch es auch sein mag.
Und dann die Tatsache, daß das Mädchen über Jahre hinweg beobachtet wurde von dem Mann. Regelrecht ausspioniert. Unweigerlich ging an dieser Stelle mein Blick zur Jalousie, obwohl es mir sonst nichts ausmacht, wenn man hereingucken kann - es ist mir sogar lieber als diese elende bundesdeutsche Abschotterei. Er hatte sich den Ersatzschlüssel aus der Wohnung organisiert. Und damit ist plötzlich das Allerprivateste, der sichere Rückzugsraum eines jeden, ein unsicherer Ort, ohne daß man es weiß.
Diese beiden Dinge waren es, die mich so bewegten an dem Beitrag.
Hier gibt es vier verschiedene 0190-Blocker zum Herunterladen, die den Rechner und die Telephonrechnung vor diesen Einwahltools schützen - für null Mark im Monat ;o)
29.11.01
Nein, hier ist weder von Kaffeetrinken, Kino oder Kneipencrawling die Rede, sondern von einem Zahnarztbesuch. Zwar war ich im Juni erst beim Zahnarzt, aber Thorsten sucht händeringend nach Patienten. Er wird Zahnarzt und soll in seiner Ausbildung auch am "lebenden Objekt" arbeiten. Seine Patienten dazu muß er selbst "rankarren", und so hat Thorsten wohl inzwischen die Clique mit den besten Zähnen Deutschlands *g*.
Nun wird wohl jeder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und rufen "Was? Nen Ungelernten an MEINE Zähne?! Nie und nimmer!" Aber von Frank, der schon länger bei Thorsten in Behandlung ist, weiß ich, daß wohl nirgends genauer gearbeitet wird als dort: Zwei Stunden dauerte allein die Bestandsaufnahme nebst Vermessung und allem Pipapo, und jede Füllung, die Thorsten macht, wird zigmal vom "Chef" geprüft.
Als ich Thorsten erzählt habe, daß mein halbes Gebiß sowieso Fake ist mit zig Kronen, einer Brücke und vielen Füllungen, hab ich seine Augen leuchten sehen, und ich glaub, er ist so richtig scharf auf mich. *g*
Aber ich weiß nicht ... einerseits war ich ja erst, und Zahnarzt will ich nicht öfter als nötig, andererseits geht das dort fachlich wirklich astrein zu, und ich könnte Thorsten obendrein noch einen Gefallen tun.
Noch kann ich mich nicht so richtig durchringen, aber vielleicht gibt es ja bei euch jemanden, der mit seinem Zahnarzt unzufrieden ist und für den der Weg nach Münster nicht allzu weit ist?!
;o)
28.11.01
Wenn mit solchen 0190-Nummern aber fiese Interneteinwahltools verbunden sind, die sich ganz fix durch einen falschen Klick installieren und mit denen jede Einwahl ins Netz plötzlich das Hundertfache kostet, dann darf man eben nicht weich werden und in einem Anfall von Verbraucherschutz einfach die Nummern sperren, die zu solchen Dialern gehören.
Klüger ist es, weiter beim Anbieter der Nummer abzukassieren und die Dialerprogramme zu lieben und zu schätzen: Je mehr Einwahlen, desto mehr Gebühren, desto mehr Kohle.
Am allerklügsten aber ist es, so zu tun, als sei man ein verbraucherfreundliches Unternehmen und eine Sperre für diese 0190-Nummern anzubieten.
Nicht aus reiner Herzensgüte, sondern für gut sieben bzw. für über 15 DM im Monat.
Woah, Telekom, pfui Teufel!
Kennt ihr das auch? Man will eine Sache machen, und die zieht drölfzig andere Aktionen nach sich. In meinem Fall war es der Ausdruck von Franks Personalausweis. Der erste Versuch sah etwas gräulich aus, und so gedachte ich, die Tintenpatronen nachzufüllen. Die schwarze hatte ich am Montag schon vollgemacht, das ging ganz leicht. Also ran ans Bunte!
Ich hätte schon von Anfang an wissen müssen, daß das nur schiefgehen kann. Denn die "Kugel-reindrücken-und-Fülloch-damit-öffnen"-Schraube paßte nicht so richtig. Egal, mit roher Gewalt bekommen wir das Teil schon auf. Schließlich steht ja "suitable for HP 800 series" drauf, dann muß das ja! Dann sollte ich eine Gummispitze "as far as possible" in dieses Loch stecken. Paßte auch nicht so richtig, zumal ich mich nicht so dolle drücken traute, denn in dieser Gummispitze steckte eine Nadel, und auf dieser Nadel die Farbfüllung. Würde ich das gleich durchdrücken, hätte ich die ganze Sch*** auf dem Tisch rumpladdern. Mit dem Bleistiftspitzer schnitzte ich mir das Gummiteil zurecht und beschloß, daß drei Millimeter in der Patrone "as far as possible" sind.
Spitze durchdrücken, Kartusche quetschen, so war das beschrieben. Doch als ich die Spitze durchgedrückt hatte, kam keine Farbe durch. Also raus das Ganze und nachsehen. Klar, wenn ein Gummifetzen die Füllspitze verstopft, geht das nicht. Fetzen sachte entfernt, ein Taschentuch mit Tinte getränkt, alles wieder auf die Patrone gesetzt, zweites Taschentuch mit übergelaufener Tinte vollgemacht, drücken und Patrone füllen. Obwohl beim Absetzen auch noch ein drittes Taschentuch in schickem cyan gefärbt wurde, muß doch einiges in der Patrone gelandet sein, denn um den Druckkopf herum floß die Farbe wie ein wilder Bergbach *übertreib*.
Daß ich die Patrone mit dem mitgelieferten Propfen nicht schließen konnte, weil der viel zu groß war, war noch das geringste Problem - Tesafilm tuts auch.
Selbiges wiederholte ich (nachdem ich den cyanfarbenen Schreibtisch gereinigt hatte) auch noch mit der magentafarbenen und der gelben Kammer.
Ein gewisser Fortschritt war zwar festzustellen, da ich nach dieser Aktion fünf cyanblaue, drei magentafarbene und nur zwei gelbe Taschentücher rumliegen hatte, aber der Weisheit letzter Schluß ist das nicht, und das mit den wiederbefüllbaren Farbpatronen werde ich in Zukunft schön bleiben lassen. Dann lieber gleich fertigbefüllte, das schont den Frustschokoladenvorrat im hiesigen Haushalt. Die blaue Kammer druckt übrigens gar nicht, wie ich gerade feststelle - perfekt!
Soll ich mir jetzt von dieser Sauerei, die mir regenbogenfarbene Pfoten beschert hat, die Laune verderben lassen? Nix da, die Sonne scheint, dem Drucker recke ich meinen magentafarbenen Mittelfinger entgegen und hoffe, daß ich deswegen keinen Ärger mit der Telekom wegen Markenrechtsverstoß bekomme, und bei Schokolade und Pflaumentee sag ich mir immer wieder vor, daß nicht alles, wo "suitable" draufsteht, auch wirklich passen muß.
Update:
Doch was Fußballerisches: Das ist doch mal ne nette Idee (man beachte auch die schöne Mailadresse am Ende der Nachricht *g*)!
Geht das auch virtuell?! *zu den Schalkern schielt*
Und dann hätten wir da noch eine ellenlange to-do-list:
- Franks neuen Personalausweis abholen
- selbigen scannen, ausdrucken und neuen Händiehvertrag fertigmachen
- drei Bücher lesen (diesmal sogar Fachbücher für Diplomarbeit, man glaubt es kaum)
- Fragebogen für Diplomarbeit entwerfen
- in mich gehen und überlegen, warum die Toilettenspülung sabbert (zwar verkauft mein Papa solche Sachen, aber dummerweise werden immer nur Gene, nicht aber Wissen vererbt)
- in mich gehen (diesmal in die andere Richtung) und die Kommentarfunktion ansehnlicher machen
- 40 Liter Osmosewasser für den Wasserwechsel im Aquarium klarmachen, selbigen durchführen
- Amazon plündern und Weihnachtsgeschenke bestellen
Wo ist eigentlich das faule Studentenleben geblieben? Arbeite ich jetzt als Sekretärin und Hausmeisterin? Wie konnte ich letzte Woche noch so groß tönen, diese Woche hätte ich massig Zeit für Weihnachtsdeko? Wo bleiben denn heute die Virenmails? Ist eigentlich noch Schokolade da?
Fragen über Fragen ...
27.11.01
25.11.01
So, ihr Monster und Unholde in Aventurien, ich werd jetzt erstmal Kuchen backen und ihr habt noch vier Stunden Schonzeit - aber dann zieht euch warm an!
