6.10.01
5.10.01
Gestern waren wir beim Aquarienhändler in Osnabrück und haben Verstärkung für unsere schwimmenden Helden besorgt. Ob das mit dem Einfügen der Bilder hier so funktioniert, weiß ich nicht. Denn es ist das erste Mal, daß ich hier über Blogger Bilder einfüge, und überdies hinaus muß ich gestehen, daß meine HTML-Kenntnisse zwar ausreichen, um vorhandenen Quellcode zurechtzuschnitzen, aber niemalsnimmernicht könnte ich in blankem Code eine Tabelle mit Inhalt auf den Bildschirm bannen. Daher hier frisch per Copy&Paste aus dem Dreamweaver unsere neuen Mitbewohner:
![]() | Nach einem guten halben Jahr fehlten inzwischen von unserem 10er-Schwarm der Glühlichtsalmler einige. Es mag herzlos erscheinen, aber in einem 300-Liter-Becken kann man nicht jedem Fisch hinterherfahnden ... ich denke mal, sie wurden gut verwertet. Getreu dem Absatz über artgerechte Haltung in unserem Fischebuch ("vier Fische sind KEIN Schwarm") haben wir den verbliebenen noch zehn ihrer Art spendiert. |
![]() | Der "Rote von Rio" ist weder Wein noch Fabelwesen, sondern ein weiterer Schwarmfisch. Zehn dieser Salmler drehen seit gestern bei uns ihre Runden. |
![]() | Die Helden unseres Beckens - Schmetterlingsbuntbarsche. Sie sind eher winzig (gut fünf Zentimeter), aber von den Farben her einfach wundervoll. Ein Pärchen von diesen ist uns vor einiger Zeit an einem Parasiten eingegangen, den wir aber inzwischen des Feldes verwiesen haben. Daher dürften es diese beiden ganz nett bei uns haben ... wenigstens sieht es bisher so aus. |
![]() | Nochmal Schmetterlingsbuntbarsche im Paar, diesmal allerdings eine bolivianische Unterart. Weniger schwarz und rot als die oberen, dafür aber mit mehr blau und gelb (ob man das auf diesem Bild auch sieht, weiß ich nicht - das Laptop-Display besticht nicht gerade durch Farbechtheit). |
3.10.01
Aus einem Mix aus eben diesen Games, Kino (das, das und das warten auf uns), Shoppen (das Aquarium verträgt noch ein paar Bewohner und ich hab gar nix anzuziehen!), Faulenzen und Lesen wird sich wohl auch der Rest von Franks Urlaubswoche gestalten. Denn das mit dem Wegfahren ist im Frühjahr sicher besser und sinnvoller: Von einer Bungalow-Location irgendwo am Meer ausgehend zwei Wochen lang Holland unsicher machen (danke für die Links, Anne!) - Vorfreude inclusive ;o)
Was hat mich denn nun aus meiner ganzen Entspannungsseligkeit hin zum Thema dieses Feiertages gebracht?
Ein Film war es, in den mein Liebster reingezappt hat und für den ich dann sogar Ally McBeal ausfallen ließ: Auf 3SAT lief "Deutschlandspiel". In zwei Teilen wurde die Geschichte, das Entstehen der Einheit aufgezeigt, in gutem Mix aus Spielfilm, Filmmitschnitten des Geschehenen und O-Tönen von Politikern und "Zeitzeugen", wie man immer so schon sagt.
Deutschland war mal geteilt, ja ... und beinahe hätte ich das schon fast vergessen gehabt.
Ein gutes Zeichen wohl, daß ich das vereinte Deutschland schon als Selbstverständlichkeit wahrnehme, und doch möchte ich nicht vergessen, wie das damals war. Daher war mir dieser Film sehr willkommen, mit allem, was er an Gefühlen und Erinnerungen brachte: Das Erstaunen darüber, daß es ein Regime gab, in dem eine handvoll Leute das Sagen und die absolute Macht hatten. Wie diese Macht bröckelte, weil die Menschen auf die Straße gingen und sich nicht mehr beschwichtigen ließen. Die Ängste Frankreichs und Englands vor einem "großen" Deutschland. Die Rolle der Sowjetunion in diesen Verhandlungen, der Riese, dem langsam die Luft ausging.
Fast hätte ich vergessen gehabt, wie es auf dem Weg zur Einheit fast zur Katastrophe kam, weil für kurze Zeit auch die "chinesische Lösung" im Gespräch war (eine Vorstellung, die so schrecklich ist, daß ich keine Worte dafür finde).
Und dann die Bilder der Menschenströme auf dem Weg in den Westen, die sich mit meinen eigenen Erinnerungen mischen:
Das Pärchen, das im bitterkalten November 100 km auf dem Motorrad zurückgelegt hatte und verfroren im Laden meiner Eltern ankam, zusammen mit so vielen anderen. Die Kaffeemaschine, die in diesen Tagen bei uns daheim auf Dauerbetrieb lief. Die vielen verschiedenen Menschen, die wir kennengelernt haben und die ganz unterschiedlich auf diesen Wechsel reagierten: Von "Ich bleib auf jeden Fall im Westen, der Osten kann mich mal!" bis "Der Osten ist meine Heimat, da bleib ich und schaffe da West-Standard". Diejenigen, die überglücklich über die Wende waren aber auch die, die hilflos dreinblickten, weil ihre Welt, an die sie glaubten, zusammengebrochen war.
Und ich möchte nicht vergessen, daß ich Gänsehaut hatte, als ich vor zwei Jahren unter dem Brandenburger Tor durchradelte.
Doch, ich glaube, ich mag diesen Feiertag.
[Der Tag der Deutschen Einheit ist heute auch Wort des Tages in Engelberts Mailingliste, und diesen Text habe ich dort geschrieben und hier nochmal recycled.
Nicht, daß sich wer wundert ... aber ich muß ja nicht die gleichen Gedanken in verschiedene Worte packen, oder?]
2.10.01
Sehr geehrte Damen und Herren!
Habe mir gestern beim Billa in Rosental/Steiermark Bezirk Voitsberg eine 48iger Packung Toffifee gekauft. Ablaufdatum ist der 1.11.2001. Die Toffifeeé konnte man kaum essen. Denn sie waren hart wie Stein. Bitte das kann´s doch nicht sein, daß man verdorbene Ware verkauft.
MFG.
M. F.
Tja, liebe Frau F., das ist sehr bedauerlich, aber ich kann da auch nicht weiterhelfen.
Man kann mich zwar für einiges verantwortlich machen, aber nicht für verdorbene Süßwaren in der Steiermark.
Zu viele Weblogs gelesen. Eine große Gierde, Wissenwollen macht sich breit. Ich bin völlig unzufrieden und mein Geist spukt mal wieder in einer völlig anderen Welt, als ich sie sonst erlebe. Ich weiß nicht, wer das Gefühl kennt, und es auch nachfühlen kann. Ich will bloggen. Aber eigentlich nicht. Und ich möchte schöne Dinge sagen, ausflippen, mich aufregen, alles zusammen. Ich mag rumschreien und bemerkt werden. Verachtet werden. Geliebt und bewundert werden.
Ich glaub, ich bin bebloggt.
Ja, Sarah, kenn ich.
1.10.01
Hello.
Is there anybody in there?
Just nod if you can hear me.
Is there anyone home?Come on, now.
I hear you're feeling down.
Well I can ease your pain,
Get you on your feet again.Relax.
I need some information first.
Just the basic facts:
Can you show me where it hurts?There is no pain, you are receding.
A distant ship's smoke on the horizon.
You are only coming through in waves.
Your lips move but I can't hear what you're sayin'.
When I was a child I had a fever.
My hands felt just like two balloons.
Now I got that feeling once again.
I can't explain, you would not understand.
This is not how I am.
I have become comfortably numb.Ok.
Just a little pinprick.
There'll be no more --Aaaaaahhhhh!
But you may feel a little sick.Can you stand up?
I do believe it's working. Good.
That'll keep you going for the show.
Come on it's time to go.Pink Floyd - The Wall - Comfortably Numb
