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16. (oder besser:) 17. Mai 2001: Gibt eigentlich nicht viel Neues zu berichten, und genaugenommen verfasse ich den Eintrag heut nur als "Abmeldung" bis zum Samstag. Denn die Heimat ruft, und mit ihr rufen Volles Programm also ;o) Aber um für den Rest der Woche nicht nur so nen ollen "Tut-mir-leid-bin-wech"-Eintrag dastehen zu haben, könnte ich ja noch vom Highlight des Tages berichten: Der Star-Trek-Folge! (Nicht, daß ihr denkt, ich lebe nur für TV und das Web, aber es war halt ein fader Tag und sonst nichts Bemerkenswertes los...) Wer die Folge kennt, liebt sie bedingungslos - es ist da, wo die Viren
auf die Enterprise gelangen, die die gesamte Crew wie besoffen und zudem
ganz "wuschig" machen: Es folgt ein kehliger Seufzer und die Tür schließt sich ... *fg*
Bin wieder da! Etwas lädiert und mit einer kleinen Finanzspritze von Papa im Gepäck,
bin in heute nachmittag wieder gelandet. So ein Aufenthalt "daheim" (eigentlich ist daheim ja hier ...
) bringt mich immer ein bißchen aus dem Tritt, was nicht nur am
Weggehen und Trinken abends liegt. Es fühlt sich einfach komisch
an, dort zu sein, wo man aufgewachsen ist - aber man ist nur Besucher.
Trotzdem bin ich froh, jetzt wieder hier zu sein, zumal mein Bauch gerade
Samba tanzt. Das liegt allerdings nicht am Essen und Trinken, und schon
gar nicht an irgendwelchen roten Indianern (*zwinker zu Melody*),
sondern ich nenne dieses allmonatliche Elend schlicht "meine Tage". Und schließlich war ja heute Saisonende der Bundesliga - nachdem sich in meinem Mund ein wohliges Brennen breitgemacht hatte, drehte ich also Radio an und machte mich am Sofa lang. Daß ich als Clubberer nicht unbedingt ein Bayern-Fan bin, läßt
sich leicht erraten. Für Schalke sah es ja schon schlecht aus, die
Schüssel noch zu holen (die hätten gewinnen müssen und
Bayern verlieren), und so hab ich meine Hoffnung schon halb in den Keller
getragen. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als es 0:2 gegen Schalke
stand, wollte ich den Rest davon noch runterbringen, da kam der Ausgleich. In der 90. Minute war es soweit. Den Platz am Sofa hatte ich mittlerweile aufgegeben, lief hektisch durchs Zimmer, faselte was von "Is des klasse!", "Wunder gibt es immer wieder" und "Fußball kann so aufregend sein!" und hörte mir strahlend den Bericht über den Jubel der Schalker an. Dann geschah das Unfaßbare. Boooooooooooaaaaaaaaahhhhhhhhhh! Ist das Scheiße?! Ja, das ist es! Der Fußballgott schien einen Gerechtigkeitsanfall gehabt zu haben, hat sich wohl just in diesen Minuten an Manchester erinnert und Tatendrang entwickelt, die blöde Sau. Ich bin am Ende ... Es gibt Dinge, die sollten so nicht stattfinden. Bleibt nur noch zu hoffen, daß Arminia nicht noch absteigt morgen,
sonst hat der Liebste morgen Stress mit Trauerbeflaggung-Anbringen. Fußball ist geil und wunderbar!
Außer, daß ich den Nichtabstieg von der Arminia hier lobend erwähne, gibt es hier heute nichts zum Thema Fußball ;o) Stattdessen hab ich mir, inspiriert von Tixi und von den Tagen daheim, auch mal einen Countdown angelegt. Denn bei den Gesprächen daheim ("Was ist denn nun mit deinem Studium?" "Wann ziehst denn genau um?" "Bist du zum Wiesenfest hier?") wurde mir erst richtig klar, daß es in den nächsten 2 Monaten genau drei wichtige Meilensteine gibt:
Ich weiß nicht, ob es am Mond, am Zyklus oder an dem Aufenthalt zu Hause liegt, aber gestern und heute bin ich doch recht grübelig. Hab mir ziemlich viel Gedanken über daheim gemacht und warum es mir dort so überhaupt nicht mehr gefallen will. Auslöser war wohl das Gespräch meines Vaters mit einem Kunden, der fragte, wer denn später den Laden übernehmen wird, wenn meine Eltern zu alt dafür sind. Mein jüngerer Bruder ist gerade so in einer Phase jenseits von Gut
und Böse. Zwar ist er gerade im Laden, aber er will unbedingt weg
und sein Glück mit einer Lehre am Bau versuchen. Ich verwette zwar
jetzt schon meinen Arsch drauf, daß er die Arbeit nach den ersten
Regen- und Kältetagen am Bau verfluchen und sich nach dem beheizten
Laden / Büro zurücksehnen wird - schließlich hab ich selbst
mal am Bau gearbeitet und fand sowohl Wetter als auch Umgangston dort
einfach nur schrecklich. "Und die Tochter?", fragte der Kunde dann und zeigte
auf mich. Absehen davon, daß ich kein junges "Ding" bin: Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, ohne irgendwem daheim
zu nahe zu treten. Ich hab schon gemerkt, als ich hierher gezogen bin,
daß es daheim einfach zu ... eng ist. Ich fühle mich nicht
wohl in diesem Kaff, wo es Leute gibt, die gerade mal bis zum Rand ihres
Vorgartens schauen können und mit viel Mühe noch bis zum Nachbardorf.
Ich bekomme da so eine Art mentale Atemnot, seelische Platzangst. Nicht, daß es da nur so Leute gibt (genaugenommen sind es nur ganz wenige) - aber die, die es gibt, reichen vollkommen. Es gibt da so viele Dinge, die man nicht machen kann, denn "Was sagen denn da die Leute?" Ich bin in der Stadt, wo Wiesenfest und Adventsmarkt die Highlights sind, einfach nicht mehr zu Hause. Ich erinnere mich noch an den Kommentar des Bürgermeisters bei der Gründungsversammlung des Kulturvereins: "Wir brauchen keinen solchen Verein - wir haben das Wiesenfest, das ist Kultur genug!" (Inzwischen ist dieser Verein eine erfolgreiche, aus dem Kaff nicht mehr wegzudenkende Institution und wird vom Bürgermeister regelmäßig gelobt *g*) Ich will ja jetzt nicht nur lästern, und ich habe auch keine Garantie,
daß es bei Frank in der Stadt nicht genauso läuft. Klar,
Herford ist "ein bißchen" größer, und auch
da gibt es neugierige Menschen, die sich für die Dinge brennend interessieren,
die sie nichts angehen. (Highlight war der Nachbar, der Franks Schwester
von dem Verhältnis berichtete, das ihr Vater angeblich hat - er hätte
ihn mit "so einer Frau" hier gesehen, und das war nicht seine
Frau. Ich wette mal, die Frau war jünger als er, klein, rotblond
und hat sich mit ihm die Baustelle im Hof angesehen - das war dann nämlich
ich *g*) Sollte ich hier den Eindruck erwecken, daß mein Heimatkaff der schrecklichste Ort auf der ganzen Welt und Wegziehen die einzige vernünftige Entscheidung ist, so ist das falsch. Es gibt dort nicht nur Neugierde, Getratsche und festgefahrene Leute, sondern auch viele wunderbare Dinge, wie etwa den Steinbruchsee und die Sache mit der Kneipe und dem Wiesenfest, wo man immer irgendwen kennt, mit dem es dann partytechnisch rundgeht. Daher ist das Wiesenfest ein Muß, ich freu mich immer, mal wieder reinzuschauen daheim, Freunde und Familie wiederzutreffen und in Erinnerungen zu schwelgen. Aber wenn ich dort wohnen würde, müßte ich auch das Geschäft übernehmen. Es wäre wohl undenkbar, irgendwo anders beschäftigt zu sein, und das Geschäft im Familienbesitz würde an "jemand Fremdes" übergeben ("Was sagen denn da die Leute?!") Und damit würde ich wohl nicht glücklich. Jeder kennt mich, das ganze Kaff weiß über mich und meinen Werdegang Bescheid; Verantwortung für ein Geschäft, in dem man 6 Tage die Woche zusätzlich zur Büroarbeit meist 10-11 Stunden täglich präsent sein muß; eine Arbeit, die man nicht einfach wechseln, sondern bis zur Übergabe weiterführen muß; die räumliche Bindung an Laden und Stadt; die Verpflichtungen, die damit verbunden sind (das Auto bei eben dem Autohändler zu kaufen, der bei einem selbst einkauft; bei jenem Verein zum Fest vorbeischauen, weil er Kunde ist usw.) Meine Großeltern und auch meine Eltern gehen auf in dieser Arbeit,
und das bewundere ich. Aber ich könnte das nicht, ich würde
damit nicht glücklich werden. Stattdessen unterstützen mich die beiden bei Studium, Umzug und allen anderen Plänen so gut, wie sie können. Ein riesengroßes DANKE dafür!
Manche Tage sind einfach nur uneffektiv ... und gerade, wenn man mit ganz viel Euphorie die Wohnung verläßt und dann gar nichts schafft, ist das besonders ärgerlich. Seit Januar diesen Jahres hechten wir - das sind drei Studies, die im Dezember eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema Internet gehalten haben - der Dozentin hinterher. Denn das Semester ist in zwei Monaten zuende und damit auch das Studium, und irgendwie sind wir der Meinung, es wäre schön, mal eine Note zu erfahren. Im Dezember meinte sie, sie müsse die Note ja erst überlegen,
wir sollten im Januar mal fragen. Bis zum Mai hatte sie dann ein halbes Freisemester, und nun isse wieder
da. Also neuer Versuch. Shizophren, oder?! Dann gedachte ich heute Mittag mein Seminar zu besuchen, und war ausnahmsweise
pünktlich. Seminarraum aber war geschlossen, wegen Wasserschaden.
Also auf zur an der Tür angegebenen Raumnummer. Auf der Suche dahin
noch Julia getroffen. Etwas seltsam kam es uns schon vor, daß anscheinend
niemand außer uns da war, denn es war ja genau 12 Uhr, und ein paar
Nachzügler kommen immer noch. Nachdem wir noch eine Stunde in der Cafeteria totgeschlagen hatten (um 14 Uhr hatte ich noch einen Termin), traf ich Uli auf dem Weg zum Schwarzen Brett, die mir berichtete, wir wären im Raum Zweihundertirgendwas gewesen. GAAAAAAAAAAAAAAAANZ toll!!!! Das ist BWLer-Revier, da bekommen wir normal NIE Räume, und niemand
käme auf die Idee, da nachzugucken. *GRRRRRR!*
Der kleine, schnuffelige Supermarkt um die Ecke mit relativ hohen Preisen,
80% Rentneranteil und Schlagerbeschallung ist immer wieder für eine
Überraschung gut. Seit einiger Zeit hat er jetzt sein Weinsortiment
ausgebaut; mit dem Ergebnis, daß der Markt jetzt zu etwa einem Viertel
aus Weinregalen besteht und einen eigenen Weinbeauftragten hat. Neulich hatte ich die Gelegenheit, diesen Weinberater in Aktion zu erleben. Da ich auch ein klein wenig Ahnung von Wein habe, war ich doch gespannt, was der so zu berichten hatte und drückte mich bei den MoPros rum (so wurden in der ehemaligen DDR "Molkerei-Produkte" genannt, wie mir mal jemand berichtete - auch interessant *g*), während der Weinmensch ein älteres Ehepaar beim Weinkauf beriet. Ich hörte Gemeinplätze wie "Der Italiener hat gute Weißweine, auch trockene. Der Franzose auch, aber die sind ganz anders als die italienischen...." Die Zuhörer nickten beeindruckt, und ich wollte schon weitergehen, da ich bei dieser Beratung wohl nichts mehr dazulernen konnte. Doch dann kam die Frage des Auditoriums zu einem ganz bestimmten Wein, welchen der Verkäufer beschrieb mit: "Das ist ein leichter Weißer, der ist so ... für den Sommer. Ein Wein für die Terrasse." Aha. Grinsend ging ich zur Kasse, zahlte die ganzen MoPros, die dank Wagenfüllens während gespanntem Lauschen etwa 50% mehr waren als sonst und überlegte mir, ob ich wohl daheim jeweils passende Weine für Küche, für vor dem Fernsehersitzen, für romantische Nächte im Schlafzimmer und auch fürs Klo hätte. Und ganz besonders gespannt wäre ich auf den Wein, den er mir empfehlen würde, wenn ich frage: "Haben sie einen Wein für ... so am PC sitzen ... wenn ich mal wieder bis nachts um 2 Uhr im Internet bin...?" *** So langsam sammeln sich doch einige Einkaufsgeschichten bei mir an - vielleicht sollte ich die mal zu einer Abhandlung zusammenfassen, unter dem Titel "Der heitere Einzelhandel"?! ;o) Aber dieses Wochenende sicher nicht, denn mich besucht der liebste Mann der Welt, der feixend mein Gezappel beim Fußballgucken ertragen wird, mit dem ich Shoppen gehen werde, der am Freitag vielleicht das erste Mal in die Mensa gehen wird (muß man alles mal erlebt haben *g*) ... und wer weiß, was sonst noch alles passiert?! *lächel* Also entschuldigt bitte meine Schreibfaulheit am Wochenende ;o)
Uffz ... ...ein wunderbares langes Wochenende ist vorbei, und der Alltag hat mich wieder. Ich bin ein bißchen neben der Spur, was nicht zuletzt an der Wärme hier liegt. Bis 25° mach ich ja noch alles mit, aber sobald das mehr wird, kommt mir mein Kreislauf nicht mehr hinterher. Es ist bewölkt, aber so eklig schwül, und das langersehnte Gewitter will einfach nicht kommen. Es ist ein bißchen wie in dieser einen Novelle von Stefan Zweig, "Die Frau und die Landschaft", und der Seufzer dieser Frau ist der meine: "Wenn es doch nur endlich regnen wollte..." Zusätzlich zu der Schwüle geht ein seltsamer Wind, der den
Geruch der Mälzerei herüber- und in alle Wohnungen treibt; alles
in allem fühle ich mich wie in Gelatine gegossen, die nach Malz riecht.
Mir fehlt mein Schnuffelino, der am Sonntag abend nach einem wunderbaren
Wochenende gefahren ist, und Douglas Adams ist zwar toll vor dem Einschlafen
zu lesen, aber doch kein richtiger Ersatz. Außerdem hab ich eine riesige Bebbe an der Lippe, was meine Gesamtlaune auch nicht wirklich bessert. Wahrscheinlich hat der Wilde-Rose-Keller, den wir am Samstag um einige Liter Bier erleichtert haben, seine Krüge nicht richtig gespült ...auf sowas reagiert meine Haut nebst Immunsystem absolut zickig *grummel* Ach so ... für Nicht-Franken: Natürlich ist meine Mini-Tube Zovirax grad leer, und ich mußte
therapietechnisch auf Zahncreme ausweichen - geht genauso und ist deutlich
günstiger. Noch nie verstanden hab ich, warum die Zovirax-Tuben so
klein sind, daß sie fast immer leer sind, wenn man sie denn braucht,
oder gerade verschwunden, oder beides. Waaaah! Was schreib ich hier eigentlich für nen Blödsinn?! Ich nehm mir jetzt wohl besser ein Stück vom Rhabarber-Baiser-Kuchen und mach den Kostenplan - das scheint mir für alle Beteiligten das Beste zu sein ;o))) Schöne Woche Euch noch!
Der Tag begann mit einem Alptraum, dem gleich der nächste folgte. Entweder hat mich Simones
surrealistische Computervision so durcheinandergebracht, oder es war
der Bericht über WAP-Portale und die veränderten Anforderungen,
die sie an Designer stellen. Da wäre es mir doch lieber gewesen, bis 5 Uhr wachzuliegen wie Anne, statt so einen Unfug zu träumen. Doch das Drama am nächsten Morgen hätte das wohl auch nicht aufgehalten. Denn da war es mir unmöglich, meine Kontaktlinsen in die Augen zu
fummeln - kaum waren die Teile drin, fingen die Augen an zu tränen
und zu brennen. Also mal wieder auf Brille umsatteln, was ich sehr ungern
tue. Nicht aus Eitelkeit (vor abends mußte ich eh nicht außer
Haus, und wie ich mit Brille ausseh, weiß ich und muß mich
nicht schämen). Das Problem ist, daß ich WIRKLICH kurzsichtig
bin (7 Dioptrien aufwärts mit über 2 Dioptrien Unterschied zwischen
den Augen - ich stamme also wohl in direkter Linie vom Maulwurf ab). Nach einer Stunde morgendlichem Brillendusel wollte ich den Kontaktlinsen
noch einen Versuch gönnen, als das Telephon klingelte und Origami
mich mit einem Anruf überraschte. Wir hatten schon so lange nicht
mehr miteinander telephoniert, daß ich ihre Stimme am Anfang gar
nicht erkannte *lol*, und so hatten wir entsprechend viel zu erzählen.
Das optische Umrüsten verzögerte also bis Mittags, und die Wirkung der Linsen war im wahrsten Sinne des Wortes "umwerfend" ... Ich beschloß, mich erstmal absturzsicher am Rechner zu verankern und hoffte drauf, daß sich der Spuk mit meiner drehbaren Wohnung in ein-zwei Stunden wieder legen würde. Nach zwei Stunden wich das Schwindelgefühl und hinterließ lediglich Übelkeit und - eine ganz schreckliche Knatschigkeit und Mauligkeit. Sowas hab ich wirklich noch nie erlebt: Jede Kleinigkeit nervte mich, den Mietern unter mir hätte ich am liebsten brüllenderweise erklärt, was genau der Zweck und der akustische Vorteil einer Türklinke ist; daß vor meinem Fenster so dermaßen viel Wespen summen, war mir noch nie aufgefallen; die Red-Zac-Werbung ging mir so auf den Geist, daß mich nur meine Trägheit davor bewahrte, den Fernseher aus dem Fenster zu werfen; noch nicht mal an Star Trek hatte ich annähernd Freude. Irgendwie mußte ich mich wieder auf die Reihe bekommen, denn um 18 Uhr sollte ich zum Seminar fahren. Nichts wirklich wichtiges, aber teilnehmen wollte ich schon. Doch auch der Fall hatte sich erledigt, denn als ich meine Sachen suchte, setzte nicht nur ich mich, sondern auch meine Wohnung wieder in Bewegung, und der Druck im Kopf fühlte sich an, als wolle mein Gehirn den Kopf durch die Ohren verlassen. In der Situation erschien es mir doch klüger, meine Rotation und Knatschigkeit mit mir allein auszumachen als auf dem Weg zum Seminar noch überfahren zu werden, gegen einen Laternenmasten zu rennen oder meine Hirnmasse undekorativ auf dem Trottoir zu verkleckern - schließlich will ich morgen Mittag möglichst vollständig bei Frank ankommen. Ich beschloß, mich um meine Reisetasche für morgen zu kümmern, entwickelte eine nahezu übermenschliche Big-Diet-kann-mich-mal-Ätsch-Trotzreaktion, rückte meiner miesen Laune mehr oder weniger erfolgreich mit einem Doppelpack Landliebe-Pudding zu Leibe und bejahte innerlich den Werbespot "Es gibt Situationen im Leben, wo man einen Landliebe-Sahne-Pudding braucht" mit einem lauten "Wenn nicht jetzt - wann bitte dann?!" Und wer jetzt denkt, daß das ja wohl wieder mal so ein typischer Tagesablauf einer Frau sei, mit allen klassischen Zeichen wie Unpäßlichkeit, Gereiztsein, Herumzicken und riesigem Verlangen nach Kalorien, dem halte ich drohend die Finger unter die Nase und lasse maximal den Sahnepudding-Schmacht als Tatsache stehen. Denn eigentlich liebe ich nichts mehr als Ruhe und Ausgeglichenheit; unerfindliche Stimmungsschwankungen und Zickentum sind mir fremd, und ich hasse es, wenn mich mein Körper sabotiert. Auch, wenn es eine meiner Lieblings-Sendungen ist, stehe ich doch weniger Ally McBeal nahe, sondern bevorzuge Mister Spock. In diesem Sinne - lebt lang und in Frieden ... und in gelassener Ausgeglichenheit ;o) * * * P. S.: Das die Sat1-Spätnachrichten zu weitergehenden Informationen wortwörtlich auf ihre "Internet-Homepage" verweisen, entlockt mir immer wieder ein Schmunzeln - wo sonst sollte eine Homepage denn sein? ;o) P.P.S.: Diese Milane Fernandez, die von Dieter Bohlen entdeckt wurde
und auch auf der Vorentscheidung zum GrandPrix auftrat, gibt es jetzt
auch als Video mit ihrem Titel "Boom-Boom" (oder so) und ist
auch auf diversen CD-Sampler-Werbungen zu bestaunen.
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"Towandas Turbulenzen" ist ein Projekt von Towandaweb
und erblickte am 5. Mai 2001 das Licht der Welt.
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