Towandas Turbulenzen

Teil 2


18 - 20 - 22 - 24 - 27 - 28 - 29

18. August 2001

Ausgleich

Nachdem mich Liisa im Gästebuch dezent darauf hingewiesen hat, daß es mal wieder Zeit würde, schreib ich doch mal ein bißchen was ... ;o)

Die kluge Hausfrau weiß, daß sich in einem ausgewogenen Haushalt die funktionierenden und die kaputten Gerätschaften in etwa die Waage halten sollten. Darum hab ich am Donnerstag auch gleich den Scanner angeschlossen, nachdem ich die Wohnzimmerjalousie in aller Herrgottsfrühe getötet habe *grmpf*.
Ich war noch nicht so ganz wach und dachte mir, das Wohnzimmer könnte ein bißchen Licht vertragen. Den Gurt in der Hand, reißt er unten aus der Rolle, flutscht mir durch die Hand, und weil mich das Geräusch des herunterratternden Rollos total erschreckt hat (das Fenster ist schließlich zwei Meter oder so breit, das macht ordentlich Lärm!), hab ich den Gurt auch nicht festgehalten - obwohl ich weiß, daß es deutlich komplizierter ist, das wieder heilezumachen, wenn der Gurt erst in den Tiefen der Wand verschwunden ist.

Gestern haben wir das Teil im Schweiße unseres Angesichts repariert - ich muß wohl nicht extra erwähnen, daß wir auch noch eine neue Führungsrolle kaufen mußten, weil bei der alten die Feder kaputt war und daß diese Feder erst kaputt ging, als das ganze Zeugs aus- und wieder eingebaut wurde?!?!
Egal, nun läuft das Teil, und ich habe heute die zweifelhafte Ehre, die Tapete wieder über die freigelegten Schraubenlöcher zu kleben ... *örgs*

Bakerman is baking Muffins ...

Am Donnerstag hab ich schätzungsweise hunderttausend Muffins gebacken.
Na gut, es waren nur fünfzig. ;o) Aber die Rezepte von hier sind echt lecker!
Frank hatte am Freitag seinen offiziell letzten Arbeitstag vor dem Urlaub, und da wollte er gerne was für die Kollegen mitbringen. Zwar muß er heute morgen nochmal Samstagstunden abreißen, aber offiziell letzter Tag (wo auch die meisten Kollegen da waren) war eben gestern.
Bisher hab ich das zwar noch nie mitbekommen, daß man vor dem Urlaub was mitbringt, aber es scheint in dieser Firma üblich zu sein, was ja auch auf ein angenehmes Betriebsklima schließen läßt. Für so etwas brauch ich immer solche indirekten Indikatoren, denn Frank erzählt nicht so viel von der Arbeit. Aber daß ich neulich mit ihm in einem Möbelhaus nahezu die Hälfte der Schranktüren aufmachen mußte, um zu sehen, ob die Beschläge seiner Firma eingebaut und der Prototyp für einen Schiebeschrank, den er mit seinen Kollegen entworfen hat, nun vom Produzenten genommen wurde, spricht auch für sich, oder? *schmunzel*
Anke meinte, das mit den Muffins wäre eine gute Taktik, denn die Kollegen, die was mitbringen, bleiben immer in guter Erinnerung ("der mit der Frau, die so lecker bäckt?"), und außerdem wüßten die Frauen in der Firma gleich, daß er vergeben ist ("Ach, der Dunkelhaarige, der die Freundin mit den Muffins hat?!"). Daraufhin kam mir die Idee, daß Frank doch ein paar Empfehlungs-Muffins in der Chefetage plazieren könnte mit dem Hinweis darauf, die Erzeugerin dieser Teile stünde zur Verfügung, wenn die Firma etwas in Richtung Betriebssozialarbeit vorhätte ;o)

Karriere und Motorisierung

Ja, jobmäßig müßte sich hier nun auch langsam mal was tun. Zumindest halbtags sollte ich schon mal einsteigen, solange ich noch an der Diplomarbeit schreibe. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich mir gleich einen Soz.-Päd-Job suchen sollte oder ob ich nicht den Sozial-Overkill bekomme während der Diplomarbeit und besser einen 0815-Job anfange (Tanke/Videothek/irgendwas), was aber wiederum durch meine kaputte Hand recht eingeschränkt ist - Fabrikjob und Supermarktkasse fällt da schon mal pauschal weg.
Dazu kommt noch, daß ich in dieser doch recht ländlichen Gegend hier wohl zwangsläufig ein Auto brauche, bevor ich irgendwo anfange, denn direkt hier in Herford hab ich noch keinen Job entdeckt. Aber das wollen wir in den beiden Wochen in Angriff nehmen, die Frank Urlaub hat und sämtliche Autohäuser in der Umgebung abklappern. So eine kleine Affenschaukel mit 50-70 PS würde reichen, schließlich ist Franks "großes Auto" für lange Fahrten und Transportaktionen auch noch da.

Mal sehen, was das wird - mein Budget könnte für ein zwei Jahre altes Auto oder sogar einen Jahreswagen mit Finanzierung über zwei Jahre reichen, und derzeit liebäugle ich mit Peugeot, Lupo, Renault oder auch Skoda ...

Nun werd ich mir mal Kleber schnappen und die Spuren der Jalousieaktion beseitigen!
Drückt doch heute Nachmittag mal dem Club die Daumen, der muß gegen Stuttgart ran; Arminia hat gestern ja schon verloren ... *grmpf!* Und wer Sonntag mittag noch nichts zu tun hat, kann ja Frank bei seinem Spiel die Daumen drücken ;o)

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20. August 2001

Is ja guuuuuut ...

Hier und hier macht man sich auf den Weg zu meinem Gästebuch und beschwert sich, daß es bei mir nichts Neues zu lesen gäbe ... und auch hier klingt in meinem Gästebuch schon wieder dezente Ungeduld aus dem Eintrag - uffz, ihr seid ja echt gnadenlos!!! ;o)

Und dabei weiß ich gar nicht so viel Neues ...

Heute haben wir versucht, ein Geburtstagsgeschenk für Franks Bruder zu finden und die erste Runde Autohäuser unsicher gemacht; für ersteres gibt es noch Null Einfälle, und es wird wohl auf Naturalien hinauslaufen (Jens, ich hoffe doch, Du liest nicht mit *ggg*).
Statt eines Geschenks für Jens bin ich wohl dem gleichen Anfall wie Anne erlegen und hab mal wieder knapp 30 DM in Kühe investiert - Frank war gar nicht verwundert, er scheint mich mittlerweile zu kennen *ggg*
Aber mal im Ernst, wer hätte denn da widerstehen können?!

Zwei Tonkühe weiden am Schreibtisch
ziemlich müde Muh aus Plüsch

Diese beiden sind mir einfach so über den Weg gelaufen - und für 2 Mark hab ich sie adoptiert.

Die guckt noch recht fertig - drei Stunden in der Tüte und danach Photosession ist auch der Hammer ...

 

Aber der allerabsoluteste Clou war dieser Kuh-Bausatz, der um den Rechner geklebt wird:

Muh am Muhnitor ;o)

Eine Kuh umspannt den Monitor und hält das Internet in der Hand - ich finde, da ist es gut aufgehoben, oder?! *g*


Die Autosuche hätte wegen technischem k. o. in der ersten Runde beinahe nicht stattgefunden. Dummerweise ging mir nämlich in Bielefeld der Schuh kaputt, und barfuß latsche ich nicht allzugern über ölige Autoausstellungen ... *seufz*
Aber mit dem Spontankauf von einem Paar Billigschuhen für 10 DM konnten wir dann doch loslegen! Leider nicht allzu erfolgreich ... Bisher haben wir nur Neuwagen gefunden (muß ich nicht haben), Jahreswagen zu Mondpreisen oder viel zu alte Gebrauchtwagen.
Mal sehen, was das noch gibt, morgen klappern wir die restlichen Buden ab. Aber besten Dank an Sandra für den Tipp mit Renault - ein zwei bis drei Jahre alter Clio wäre nicht schlecht, der Twingo sieht mir innen aber schon recht gaggig und etwas sehr jugendlich aus (wollte ein Auto und kein Spielzeug ;o))

Hmmm ... und was hab ich sonst noch so für Euch?!

Diese Warnung kam am Wochenende reingetickert, und ich halte das doch für sehr übertrieben. So viele Hackerangriffe auf PCs?! Hab zwar Firewall, aber keine Ahnung, wie realistisch das ist - und weil der Router das bei uns alles abfängt, kann ich die versuchten Attacken gar nicht abfragen (doch geht sicher, aber ich hab keine Lust, mich in den Untiefen des Konfigurationsmenüs zu verfangen ...)

Dann noch ein bißchen was mit Musik:

Dieses dumme Lied läuft immerzu im Radio und raubt mir noch den letzten Nerv. Welches ich meine?! Diesen seltsamen Amischrott, wo im Tempo a la eingeschlafene Füße bzw. Cola ohne Kohlensäure jeder Satz mit "Fiesta" beendet wird.
Jungens, da geht mal nach Spanien, guckt, was ne vernünftige Fiesta ist (Fiesta, nicht Siesta!!!), und dann geht nochmal ins Tonstudio zum Rhythmusangleichen, okay?

***

Meat Loaf. Man sollte ihn küssen und lobpreisen, denn bei melancholischen Anfällen bewirkt er Wunder (sprich: Man wird noch sentimentaler und heulsusiger als man eh schon ist). Kostprobe wäre hier etwa

I want you
I need you
But there ain´t no way I´m ever gonna love you
But don´t be sad
´cause two out of three ain´t bad

Das ist wunderschön, und ich könnte dieses Lied lieben und dreißigmal am Stück hören, wenn nicht diese unsäglich blöde und unfreiwillig komische Passage drin wäre:

You´ve been cold to me so long
I´m crying icicles instead of tears

So schön könnte es sein, bis ich mir dann vorstellen muß, wie der heulende Meat Loaf in der Cocktailbar als Eiswürfelspender mißbraucht wird. Ich frage mich, ob in diesem Fall die Berufsgenossenschaft wegen seelischer Grausamkeit klagt und ob Tränen überhaupt so schnell gefrieren können wegen des großen Salzgehaltes. Und daß es eine Riesensauerei wird, wenn die Papiertaschentücher am Eis kleben bleiben und dann in kleine Fetzen zerreißen, wenn man sie wieder abbekommen will.

Wenn man über solche Dinge nachgrübelt, ist es vorbei mit der Melancholie und dem Weltschmerz.

Schade drum ...

***

Alte englische Volksweisen werden wieder wie neu, wenn man sie - ungeachtet von Rhythmus und Melodik - einfach ins Deutsche übersetzt und laut und fleißig singt:
"Und wer, wenn nicht meine Da-ha-me Grüüüüün-är-meeel...."

;o)))

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22. August 2001

Netzwerke und andere Katastrophen

Manchmal läuft das Leben so durcheinander, daß man schwören könnte, irgendwo sitzt ein kleines Kerlchen mit dem Zufallsgenerator in der Hand und kichert schadenfroh vor sich hin. Anders kann ich mir das mit unserem Netzwerk nicht erklären. Zwar wählt sich jeder Rechner brav über den Router ins Netz ein, aber untereinander erkennen sie sich nur teilweise (und nicht mal das immer). Wenn ein Zugriff möglich ist, dann war das in etwa so wie Weihnachten ...
Eine Regelmäßigkeit, wann sie sich erkennen und wer wen erkennt, gibt es nicht, und auch nach einer mehrstündigen Session gestern abend mit Cativo, Laptop und twisted-pair-Kabel sind wir zwar der Lösung kein Stück näher, jedoch ziemlich gut vorangekommen auf dem Weg Richtung Wahnsinn ;o) Trotz Federweißen und reichlich Schokolade stellten sich nach zwei Stunden die ersten Verfallserscheinungen ein: Monotones Vor- und Zurückschaukeln beim zwanzigsten Hoch-/Runterfahren des Rechners, irres Kichern beim Lesen der Routerkonfiguration oder stupides Singen von Kinderliedern wurde zur Routine.

Mittlerweile funktioniert noch immer nichts, wir schieben das jetzt rigoros auf die Hardware und behaupten einfach mal, der Router ist kaputt. So!

Auch der Autokauf ist erstmal auf nächste Woche verschoben. Ein Unfall-Clio, beinahe neu mit sämtlichem Extra-Schnickschnack, den man sich nur vorstellen kann, kommt nächste Woche aus der Reparatur und ist 6.000 DM billiger als sonst. Den wollen wir noch abwarten, bevor wir den Peugeot-Händler nach einem 206-Jahreswagen schicken. Der Peugeothändler verkauft übrigens nicht nur französische Autos, sondern ist auch ein Franzose, was uns vermuten ließ, daß er nicht rechtzeitig aus einem Überführungsauto rauskam *g*.
Aber recht nett ...

Skoda und Lupo sind mittlerweile raus aus der Auswahl, da es die in dem Alter und Preis, wie ich sie gern hätte, kaum gibt. Der VW-Händler an der Straße hatte zwar zwei Lupos stehen, von denen der eine aber eindeutige Lackschäden hatte (wenn bei einem Jahreswagen der Lack bis auf Grund an mehreren Stellen abgeht, vermute ich schon fast einen Unfall dahinter). Interessanterweise war der zweite Lupo mit gleicher Ausstattung genauso teuer, zwei Monate jünger und weniger gefahren. Wenn zwei solche Wagen zum gleichen Preis dastehen und sich ein deutlich sichtbarer Lackschaden nicht im Preis niederschlägt, dann macht das keinen wirklich seriösen Eindruck und ich vermute, hier würden auch faule Kartoffeln zum Normalpreis verkauft, wenn der ein Gemüsehändler wäre.

Pfui bäh, hier nicht!!!

Vergessen hab ich noch, meine zwei Kuh-Karten zu zeigen, die ich mir am Montag mit geleistet habe - eine Grinsekuh und eine Piercing-Kuh ;o)

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24. August 2001

Bssssssss ...

Man schnappe sich eine Kamera mit manuell stufenlos verstellbarem Zoom, gucke durch den Sucher und drehe den Zoom hin und her und her und hin und hin und her.

Das in etwa ergibt die schräge Optik, die ich schon den ganzen Tag habe, und diesmal sind nicht die Kontaktlinsen daran schuld, sondern die Hitze.
Nachdem wir den halben Vormittag schon verschlafen hatten, hab ich auch noch den halben Nachmittag auf der Couch Siesta gehalten und bekam abends ein schlechtes Gewissen. Schließlich hatte ich schon das Treffen für die Hochzeitsplanungen heute abend "blaugemacht", und da sollte ich an diesem Tag doch zumindest etwas Sinnvolles bezwecken, dachte ich - und bügelte in meinem Wahn und im Schweiße meines Angesichts zwei Körbe Wäsche!
Im Endeffekt paßt das schon, denn es soll ja noch eine halbe Woche so heiß bleiben, also ist es egal, ob ich heute oder in vier Tagen beim Bügeln schwitze ;o)

Frank war bei dem Treffen und hat für mich gleich ein bißchen Arbeit mitgebracht, nämlich einen Stapel Bilder zum Scannen für die Hochzeitszeitung. Soll mir Recht sein, so kann ich mich an der Arbeit beteiligen, ohne zu den konfusen Treffen zu gehen *g*.

Für Franks Bruder haben wir nun auch das passende Geschenk gefunden und können morgen guten Gewissens auf der Fete auftauchen ;o) Da Jens schon die ganze Zeit am Wuseln ist wegen dem Fest, kommt er bestimmt nicht dazu, hier zu lesen, und ich kann es verraten: Wir bringen Limetten, Pitú, Zucker und Eis mit und versorgen die Meute mit Caipirinha. Zu diesem Zweck läuft die Eiswürfelhortung in der Truhe auch schon auf Hochtouren, und ich genieße die Momente, wenn ich im kühlen Keller mit Eiswürfeln und Wasser rummanschen kann ... *schwelg*

Ganz vergessen hab ich die letzten Tage, vom "Nachwuchs" zu berichten. Die Schneckeneier sind nämlich schon am Wochenende geschlüpft, und etwa zehn, kaum sichtbare Punkte drehen seitdem ihre Runden über die Scheibe vom Aquarium. Nur wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man in den ein bis zwei Millimeter großen hellen Punkten schon Schnecken, aber es ist alles dran: Fühler, Mundöffnung und ein winzigkleines Gehäuse ... Faszinierend!

Und was gibt es sonst noch?!

Jo, Engelbert ist wieder zurück von der Kur - ich freu mich drüber und hoffe doch, daß Du Dich erholt und in neuer Frische wieder zu Hause einlebst! ;o)

Mel hat was über mordende Hausfrauen ungefragt geschickt bekommen - unbedingt lesen, ich hab mich kringelig gelacht!!!

Simone ist nun drei Jahre in Deutschland und macht sich so ihre Gedanken über die Entscheidung, hierher zu ziehen. Daß es so viele Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland gibt (vor allem in der Mentalität), war mir bisher gar nicht bewußt, und ich kann sie verstehen, daß man an so einem Jahrestag über die Folgen und vor allem die Reaktionen der Umwelt nachdenkt.

Simone ist gleich in ein anderes Land gezogen, während ich bereits mit einem Umzug innerhalb Deutschlands schon "Exotenstatus" bei manchen Menschen habe. Für einige ist es unbegreiflich, wie ich denn "alles aufgeben" und "so weit wegziehen" konnte. Seltsamerweise weniger für die Leute aus der "alten Heimat", sondern mehr für die Menschen hier.
Ich frag mich ehrlich, wieso es so ungewöhnlich sein soll, ein wenig weiter weg umzuziehen; sind ja noch nicht mal 500 km. Die Menschen hier sind gar nicht so anders wie daheim (sogar erstaunlich ähnlich - schließlich wird sowohl den Ostwestfalen als auch den Franken eine gewisse Sturheit und Brummeligkeit nachgesagt *g*), und auch wenn mich mein Dialekt eindeutig als "Fremdling" ausweist, hatte ich bisher doch keine Probleme damit - von einigen Hänseleien durch Frank mal abgesehen, der verzweifelt versucht, mein fränkisches "ned" in ein ordentliches "nicht" umzuwandeln *g*.

Und ich frag mich, was ich denn aufgegeben habe. Eine Wohnung für mich allein, aber da es sich mit Frank so gut leben läßt, ist das auch nicht wirklich erstrebenswert. Kontakt zu Freunden, ja. Aber meinen ganz alten Bekanntenkreis aus dem Heimatkaff hab ich auch in Bamberg nur zwei- bis dreimal im Jahr gesehen, ebenso wie meine Eltern. Es klappt, den Kontakt via Mail und Telephon zu den meisten lebendig zu halten, und auch wenn ich hier noch keine richtigen Freundschaften geschlossen habe, vermisse ich nichts - aber ich freu mich, wenn bald viele hier nach Lummerland zu Besuch kommen, das Gästezimmer seine Bestimmung erfüllen kann und mal wieder Zeit ist für Treffen, Plappern und Feiern "in echt".

Doch bis es soweit ist, werde ich dem weltbesten Mann gegenübersitzen, der gerade am Zocken ist - zwei gegenüberliegende PC-Arbeitsplätze sind was Feines, wie man sehen kann (und noch besser sehen kann, wenn man draufklickt):

Arbeitsumgebung mit wichtigen Nebenfunktionen ;o))).

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27. August 2001

Feuerwände - Bericht von der Front
oder:
Dumm, wenn man doof ist

Diesmal hab ich wirklich die allerbeste aller Ausreden, warum ich nicht schreiben konnte. Denn seit Sonntag nachmittag hatte ich keinen Rechner, weil das mit dem Netzwerk jetzt funktioniert.

Unlogisch?
Neee, gar nicht!

Angefangen hat das damit, daß Cativo auf nen Sprung vorbeikam, um "was Kaltes" trinken zu wollen. Schon das ist ungewöhnlich, denn sonst trinkt er Kaffee in rauhen Mengen. Zwar saßen wir im Arbeitszimmer, aber wir hatten uns geschworen, nach der letzten Pleite mit dem Netzwerk heute nicht an dem Kram rumzufummeln; keine solch nervenaufreibenden Tätigkeiten bei der Hitze!!!

Bis dann jemand auf die Idee kam, mal die Firewall auszuschalten - nur mal so, zum Testen ...
Und siehe da, die Sache lief!
(Ich hatte Ilona im Gästebuch ja schon meine Vermutung berichtet, daß die Sache bestimmt wegen irgendeinem Pillepalle-Fehler nicht läuft, über den wir uns nachher schlapplachen *g*)

Nun könnte man meinen, daß man sich nach dieser Erfolgsmeldung brav an die Rechner zurückziehen und im Tagebuch die Vorteile von Dateizugriff und Druckerfreigabe erläutern könnte. Doch das geht nicht, wenn um kurz vor 19 Uhr zwei erwachsene Männer beschließen, das Netzwerk mit einer Runde Duke Nukem zu testen.
"Nur kurz ein Spiel", hieß es, "dann wissen wir, daß das Netzwerk auch wirklich läuft."
Und es lief.
"Naja, noch eines, um der alten Zockerzeiten willen", hieß es kurz darauf.
Um neun hab ich mich dann grinsend aus dem Monster- und Shotgun-Gewühle mit einem Buch ins Wohnzimmer verzogen und Netz und Rechner für diesen Abend an den Nagel gehängt.

Nicht, daß ich so unbedingt ins Netz wollte, aber ein schlechtes Gewissen wegen dem fehlenden Eintrags hatte ich schon, und so kam mir um Mitternacht der geniale Einfall, daß ja auch noch Loretta, der Laptop rumsteht und durchaus netz- und dreamweaverfähig ist.

Und jetzt (kurz nach ein Uhr nachts) freu ich mich, daß Loretta dem Netz meine Dateien entlocken konnte und hacke mit einer viel zu kleinen und total ungewohnten Tastatur durch die Gegend, während der Schlachtenlärm gegen meinen Rücken brandet ...
Hach, das Leben ist manchmal schon seltsam ;o)))

***

P.S.: Meine ganzen Bookmarks liegen auf dem "großen" Rechner, und da ist auch mein Mailprogramm installiert. Ich hab mich also weder bei Euch auf den neuesten Stand gebracht noch Gästebucheinträge und Mails beantwortet, da die Tastatur doch recht mühselig ist und ich auf Surfen mit dem Teil auch keine wirklich große Lust hab - daher heute weder Links noch Antworten.

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28. August 2001

Bäh, bäh und nochmals bäh

Manche Tage sind einfach nur noch doof, und selbst, wenn man fast bis Mittag schläft (uuuups... ), reicht die Zeit immer noch aus, um genügend Unheil zu stiften.

Klar, es war nicht alles schlecht, was gestern passiert ist. Immerhin haben wir es organisiert, daß wir morgen den Trockner abholen können und auch einen wunderbaren Teppichboden fürs Gästezimmer entdeckt, den wir morgen auch gleich noch mitnehmen, aber das war´s dann auch schon mit Erfolgsmeldungen.

Von der großen Pannenkette abgekoppelt ist Mißgeschick Nummer Eins: Man kann sich riesiggroß auf den Einkaufszettel schreiben, daß man eine neue Kartusche für den Mineralwasserbereiter braucht, und dann denkt man auch beim Einkaufen dran.
Dumm nur, wenn man die leere Tauschkartusche daheimläßt. *hmpf*

Eine kleine Pause ohne Chaos war mir noch vergönnt, und dann begann die Kette:

Ein interessierter Blick in die Müslikiste offenbart ein Nest mit Lebensmittelmotten, entlockt mir einen Schrei und leitet die Fahndung nach weiteren Rebellennestern aus, die dem offenen Gries, den Semmelbröseln und den Cornflakes sicherheitshalber ihr Ende bescherte und stattdessen den eben "abgearbeitetem" Einkaufzettel erweiterte:
Auf mottenfreie Produkte und einige fest verschließbare Behältnisse.

Dieses Mottennest hat mich so angeekelt, daß ich erstmal einen Küchengroßputz veranstaltet und so nebenbei auch noch den Gewürzkorb an die Wand gedübelt hab. Diese ungeplante Putzaktion verbuche ich als Mißgeschick Nummer drei, und eigentlich sollte danach Feierabend sein - ein bißchen blumengießen wollte ich noch.

*Schnüffelschnüffel* ... Was riecht hier so eklig?
In meinem hochsommerlichen Gießwahn hab ich es doch tatsächlich geschafft, zwei Hydrokulturpflanzen so gnadenlos zu übergießen, daß sie zu faulen anfingen. Feinfein, also die beiden Stinkstiefel ausgetopft, Hydrobällchen entfernt und entsorgt, alte Wurzeln abgeschnitten und wieder eingetopft.

Da es fraglich ist, ob die Pflanzen das Umtopfen überhaupt überleben, wäre es im Nachhinein besser gewesen, die beiden Kollegen einfach wegzuwerfen und sich stattdessen diesen hübschen kleinen Hydrospringbrunnen aus dem Baumarkt mitzunehmen. Denn somit hätte ich mir für nur wenige Mark den Ärger mit dem verstopften Abfluß erspart, der sich wohl an seinem Menü aus Wurzeln auf Hydrobällchen verschluckt hat und gerade von mir ziemlich erfolglos mit Chemikalien traktiert wird.

Nach so einem Tag krieg ich echt zu viel. Mit der Erinnerung an die Motten und dem faulen Geruch der Pflanzen noch in der Nase hab ich auch gar keine Lust, was zu essen.

Ich glaub, ich werd ein bißchen Summoner zocken. PC-Spiele haben ja den Vorteil, daß man neu laden kann, wenn man Bockmist gebaut hat. ;o)

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29. August 2001

Immer noch bäh

Ach mönsch ... es scheint, der Terror geht weiter.

Die Geschichte mit dem Abfluß konnten wir gestern nach Einsatz von Spirale erstmal ad acta legen, bis heute morgen mal wieder gar nichts mehr lief. Sicherheitshalber hat Franks Papa die Spirale gleich dagelassen, so daß wir uns dann nochmal mit dem Teil vergnügen können.

Auch die Mottenplage ist noch nicht so ganz im Griff, und das, was ich dazu schreiben wollte, schreib ich besser nicht, denn mir ist seit gestern nur noch übel wegen diesen Biestern, und das will ich nicht noch verschlimmern (wenn jemand schnell zu weinen anfängt, heißt es ja, er habe nah am Wasser gebaut; überlegt euch doch mal die Entsprechung für den Zustand, wenn es einem permanent Oberkante Unterlippe steht *g*).

Nur so viel:
Das Geld, was für zwei gebrauchte PC-Spiele verplant war, habe ich gestern in eine Horde Frischhaltedosen investiert, nachdem das Netz mir verraten hat, daß die Viecher durch fast alle Verpackungen durchkommen. Gerne hätte ich von google einen Award für die ekligsten Suchbegriffe (Montag: "hydrokultur fault", Dienstag: "Lebensmittelmotten"), das würde die Lage etwas bessern.
Nun hab ich zwar ein Dutzend tolle Dosen, kann aber kaum was reinpacken, da ich ein Drittel der Lebensmittel entsorgt (die waren sogar schon an den Linsen, die ich Samstag erst gekauft hatte!!!) und ein Drittel weniger gefährdete Lebensmittel sicherheitshalber für drei Tage eingefroren hab, wie es hier geraten wurde.
Aber da mir ja eh immerzu schlecht ist, brauch ich erstmal nicht viel neues Futter ... *grmpf*

Und inzwischen scheine ich wirklich diverse Schäden durch diese Invasion zu bekommen:
Die Küche, die ich nur noch mit irrem Kichern und einem lauten "IHR WERDET ALLE TOTGEHEN!!!" betrete, wird heute nochmal auf Grund gewienert, was besonders doof ist, da ich ja erst vor vier Wochen beim Einräumen alle Schränke geputzt hab. Vielleicht krieg ich den Putzwahn irgendwann noch in den Griff.
Ein ausgeprägtes Mißtrauen und Ekel vor Nahrungsmitteln aller Art (bis auf die in Dosen und frische Sachen) hab ich auch. Im Supermarkt ertappte ich mich dabei, Reis auf Motten zu untersuchen. Überhaupt ist Reis kritisch, weil er aussieht wie Maden. Und beim Anblick von abgepacktem Hackfleisch hätte ich mir fast den Kaffee nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Und mir scheint, ich entwickle momentan eine handfeste Phobie vor allem, was fliegt und krabbelt. Da werden Stubenfliegen und kleine Spinnen gnadenlos attackiert und nicht eher geruht, bis nichts mehr zappelt. Heute morgen hab ich sogar auf einen Nagel in der Wand eingeprügelt, bis ich gemerkt hab, daß es keine Fliege ist.

Na, wenn ich die Biester innerhalb einer Woche nicht los bin, dann hol ich mir nen Kammerjäger. Vielleicht entwickele ich dann eine Giftphobie ;o)

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"Towandas Turbulenzen" ist ein Projekt von Towandaweb und erblickte am 5. Mai 2001 das Licht der Welt.
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